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Wechseljahre gut überstehen

01.04.2019

Informierten bei der Fortbildungsveranstaltung „Gyn aktuell“ im Diakonie Klinikum Jung-Stilling über schonende Verfahren bei Wechseljahren und Brustkrebs: Die Initiatoren und Gynäkologen (von rechts) Dr. Volker Müller, Dr. Dieter Hofmann, Dr. Osama Shamia und (von links) Dr. Volker Jung sowie die Gastreferenten Dr. René Baumann und Prof. Dr. Thomas Römer.

Um Frauen mit Wechseljahrsbeschwerden individuell zu helfen, stand im Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen bei der Fortbildungsveranstaltung „Gyn aktuell“ die Hormonersatztherapie im Fokus. Klinik- und Praxisärzte informierten sich dabei außerdem über moderne Strategien zur Bestrahlung von Brustkrebs. Durch den Abend leiteten die beiden Initiatoren und Gynäkologen Dr. Volker Jung sowie Dr. Osama Shamia aus Siegen.

Frauen verbringen ein Drittel ihres Lebens mit den Wechseljahren. Dabei verändern sich die weiblichen Geschlechtshormone Progesteron und Östrogen, wodurch es zu Hitzewallungen, Schweißausbrüchen und depressiven Verstimmungen kommen kann – ein für betroffene Frauen unangenehmer Zustand. Hormone sind chemische Botenstoffe im Körper, die Prozesse wie den Stoffwechsel, die Ernährung, den Blutdruck und die Sexualfunktionen steuern. Frauen kommen im Laufe ihres Lebens in die sogenannten Wechseljahre – eine Zeit, in der sich Hormone umstellen und der Körper sich auf eine neue Lebensphase vorbereitet. Die Eierstöcke bilden immer weniger Sexualhormone, das Bereitstellen von befruchtungsfähigen Eizellen wird allmählich beendet. Das geschieht meist im Alter zwischen Mitte vierzig und Mitte fünfzig und kann mehrere Jahre andauern. In diesem Zuge, um das 50. Lebensjahr herum, kommt es auch zur letzten Regelblutung, der sogenannten Menopause.

Ob und wie sehr Frauen unter Beschwerden während der Wechseljahre leiden, ist unterschiedlich. Oft treten Schlafprobleme auf, die in der Folge zu Erschöpfung am Tag führen und die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen können. Hormonschwankungen werden außerdem als Ursache für Antriebslosigkeit, Nervosität und innere Unruhe gesehen. Mit den Wechseljahren steigt auch das Risiko für Osteoporose (Knochenschwund). Ebenso ist die Gefahr für Herz- und Gefäßkrankheiten erhöht. Gastreferent Prof. Dr. Thomas Römer, Chefarzt der Gynäkologie im Ev. Klinikum Köln Weyertal, sagte: „Ein Drittel aller Frauen kommt in der Phase gut zurecht und hat keine oder kaum Probleme.“ Für die restlichen Damen empfehle sich eine Hormonersatztherapie, die individuell auf die Bedürfnisse der Patientinnen abgestimmt werden sollte. „Das Prinzip dabei lautet so wenig Hormone wie möglich, so viel wie nötig“, erklärte Römer. Das bedeutet, die Hormonpräparate in der niedrigsten wirksamen Dosis und für die kürzeste mögliche Dauer einzunehmen. Die Arzneimittel gibt es in Tablettenform, als Pflaster, Gel oder Nasenspray. Hormonpflaster sind ebenfalls mit unterschiedlichen Dosierungen erhältlich. Eine gesunde Lebensweise empfiehlt sich generell, nicht nur für Frauen in den Wechseljahren, um Beschwerden vorzubeugen. Wer sich ausgewogen ernährt, viel bewegt, Genussgifte meidet und für ausreichend Erholung sorgt, fühlt sich in der Regel ausgeglichener.
Die sogenannte grüne Apotheke hält ebenfalls einiges bereit, was helfen kann. Dazu gehören zum Beispiel die Traubensilberkerze und der Mönchspfeffer. Die Inhaltsstoffe der beiden Pflanzen sollen regulierend in den weiblichen Hormonhaushalt eingreifen. Eindeutig wissenschaftlich belegt ist ihr Wirken jedoch nicht.

Welche Verfahren es in der modernen Brustkrebstherapie gibt, hat Dr. René Baumann, Chefarzt der Klinik für Radioonkologie im St. Marien-Krankenhaus Siegen, vorgestellt. Aufgrund einer engen Zusammenarbeit von Gynäkologen und Strahlentherapeuten habe sich das Rückfallrisiko von Brustkrebs innerhalb von 10 Jahren nach erfolgreicher Therapie in den vergangenen 30 Jahren von 12 auf 3,5 Prozent reduziert. Ferner hat auch die Radikalität der Behandlung abgenommen. „Lymphknoten können oft mittels schonender Verfahren entfernt werden, Chemotherapien sind zielgerichteter geworden und auf diese kann bei weniger aggressivem Brustkrebs immer öfter verzichtet werden“, sagte Baumann. Mit modernen Bestrahlungstechniken ist es möglich geworden, die Therapiedauer von fünfeinhalb auf drei Wochen zu reduzieren. „Und das mit den gleichen gesundheitlichen und kosmetischen Erfolgen“, so Baumann weiter. Zusätzlich haben sich die Techniken der Strahlentherapie insofern weiterentwickelt, dass immer weniger Spätfolgen und Nebenwirkungen wie eine veränderte Haut auftreten.

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