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Mit dem „MitraClip“ auf Erfolgskurs

10.01.2019

Als „Zentrum für perkutane Mitralklappenrekonstruktion“ wurde die Sektion Kardiologie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling ausgezeichnet. Darüber freuen sich Sektionsleiter Prof. Dr. Dursun Gündüz (5. von links), Oberarzt und Leiter Kardiale Bildgebung Dr. Johannes Rixe (7. von links), Sektionsleiter Rhythmologie Privatdozent Dr. Damir Erkapic (8. von links) und das gesamte Team.

Als einzige Einrichtung im Kreis Siegen-Wittgenstein wurde die Sektion Kardiologie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling nun als „Zentrum für perkutane Mitralklappenrekonstruktion“ ausgezeichnet. Vom „MitraClip“-Verfahren profitieren Patienten, deren Mitralklappe undicht ist.

Unregelmäßiger Herzschlag, Luftnot oder übermäßige Wassereinlagerungen: Diese Symptome treten auf, wenn die die so genannte Mitralklappe – sie befindet sich zwischen linkem Vorhof und linker Herzkammer – nicht mehr richtig arbeitet.  Ist sie undicht, hilft oft nur eine aufwändige Operation. „Für diesen Eingriff sind viele Patienten allerdings oftmals schon zu schwach“, erklärt Prof. Dr. Dursun Gündüz, Sektionsleiter der Kardiologie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling. Eine Alternative bietet der „MitraClip“. Minimalinvasiv kann mit seiner Hilfe die Schlussfähigkeit der Klappe wieder hergestellt werden. 140 Zentren, die das Verfahren anbieten, gibt es in Deutschland. Seit knapp einem Jahr gehört auch das Diakonie Klinikum Jung-Stilling als einzige Einrichtung im Kreis Siegen-Wittgenstein dazu.

„Das MitraClip-Zulassungsverfahren ist eines der kompliziertesten in der Kardiologie“, erläutert Prof. Dr. Gündüz. Die Hürden, die genommen werden müssen, um vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen sowie vom Hersteller des Clips, der Firma Abbott Vascular, als Therapiezentrum  zugelassen zu werden, sind sehr hoch. Anwärter müssen normalerweise eine zweijährige „Probezeit“ absolvieren, in der sie – als „Zuweiser“ – Patienten, für die sich das „MitraClip“-Verfahren eignet, an bereits zertifizierte Einrichtungen überweisen.  Nicht so die Siegener Kardiologen. Seit Februar 2018 wird das  Verfahren hier bereits praktiziert. Nun ist nach ungewöhnlich kurzer Zeit auch die offizielle Zertifizierung durch Abbott Vascular erfolgt. Möglich macht dies eine ganz spezielle Experten-Unterstützung. „Zu unserem Team gehört Oberarzt Dr. Johannes Rixe. Als ehemaliger  Programmleiter des MitraClip-Verfahrens in der Kardiologie der Universitätsklinik in  Gießen bringt er große Erfahrung mit“, erläutert Prof. Dr. Gündüz. Und das Knowhow macht sich bemerkbar: „Kliniken, die mit der Implantation des MitraClips starten, führen im ersten Jahr durchschnittlich 15 bis 20 Prozeduren durch. Bei uns waren es im Dezember 2018 schon 40 Patienten“, schlüsselt der Sektionsleiter auf.

Beim MitraClip-Verfahren, das neben Prof. Dr. Gündüz und Dr. Rixe auch Privatdozent Dr. Damir Erkapic am Jung-Stilling-Klinikum durchführt, wird ein Katheter durch die Leiste in die zum Herzen führende Vene eingeführt. „Eine Öffnung des Brustkorbes ist nicht mehr nötig“, erklärt Prof. Dr. Gündüz. Seit 2008 wird das Verfahren in Deutschland angewandt „und große Studien konnten zeigen, dass der MitraClip eine echte Alternative für schwerkranke Patienten ist, denen Medikamente nicht mehr helfen“, so Gündüz.

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