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Workshop für „Nerds“ begeistert Schüler

04.12.2025

AR-Brillen, KI-Technologien und OP-Roboter zum Anfassen – im Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen durften 20 Schüler an einem besonderen Workshop teilnehmen. Unter dem Motto „Von Nerds für Nerds“ erlebten die Jugendlichen, wie künstliche Intelligenz (KI) und Hightech im Krankenhausalltag zum Einsatz kommen

Zu der Veranstaltung, die zum zweiten Mal in Kooperation mit dem Talentnetz Siegen-Wittgenstein organisiert wurde, hatten der Chefarzt für Neurochirurgie, Prof. Dr. Veit Braun, und der Ärztliche Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Prof. Dr. Mohammad Golriz, geladen. Ziel der Veranstalter ist es, junge Nachwuchskräfte zu fördern und für moderne und innovative Technologien zu begeistern.

Der Workshop begann mit einem Überblick über die faszinierenden Abläufe im menschlichen Gehirn. Dr. Murat Yavuz, Oberarzt der Neurochirurgie, erläuterte dabei, wie Gedanken zu Bewegungen werden und welche Rolle KI im Klinikalltag spielt – sowohl heute als auch in Zukunft. „Wir setzen bereits KI-Systeme ein, um Hirntumoren präzise zu lokalisieren und Operationen exakt vorzubereiten“, berichtete Yavuz. Besonders stolz sei man in Siegen darauf, weltweit zu den Vorreitern in diesem Bereich zu gehören. Gemeinsam mit Partnern aus Oxford nutzte das Diakonie Klinikum als erste Einrichtung KI-basierte Mustererkennung sowie neue AR-Brillen (Augmented Reality), die die Realität digital erweitern.

Die Schüler konnten diese Technik interaktiv direkt selbst ausprobieren. Zunächst ging es dafür in die Radiologie, wo Imke Grabe, Vorstandsmitglied des Talentnetzwerks Siegen-Wittgenstein, für MRT-Aufnahmen zur Verfügung stand. „Wir verarbeiten CT- und MRT-Daten mithilfe von KI, die diese Informationen strukturiert und analysiert“, erklärte das Ärzteteam. Auf dieser Basis entstehe ein detailliertes 3D-Modell des Gehirns – und wie präzise diese Darstellungen sind, konnten die Jugendlichen anschließend durch die AR-Brillen erleben. Kaum aufgesetzt, schwebte ein vergrößertes, detailreiches Gehirn direkt vor ihnen. Sogar feine Gefäße, Gewebe und mögliche Veränderungen waren erkennbar. Die Technik erlaubt es Fachärzten wie Prof. Dr. Braun und seinem Team, Tumoren exakt zu lokalisieren und chirurgische Eingriffe bis ins Detail zu planen. Außerdem konnten die Schüler virtuell durch die Hirnstrukturen hindurchgehen. „Die Aufnahmen helfen uns, Risiken besser einzuschätzen, da wir umliegendes Gewebe klarer erkennen und abschätzen können, welche Funktionen unter Umständen gefährdet sind“, erläuterte Prof. Dr. Veit Braun. Auch für die Ausbildung von Medizinstudierenden sei dieses 3D-Verfahren enorm wertvoll.

Wie Hightech im Diakonie Klinikum dazu beiträgt, selbst äußerst anspruchsvolle Operationen für Patienten möglichst schonend durchzuführen, zeigte anschließend Prof. Dr. Mohammad Golriz. Zwei „Da Vinci“-OP-Roboter sind dort täglich im Einsatz und gehören inzwischen zum festen Bestandteil des chirurgischen Alltags. Die vierarmigen Systeme des Typs „Da Vinci X“ ermöglichen Eingriffe mit höchster Präzision: Chirurgen steuern die Instrumente über eine Konsole und eine hochauflösende 3D-Kamera millimetergenau und absolut ruhig. Zum Einsatz kommen die Roboter unter anderem in der Allgemein- und Viszeralchirurgie, etwa bei Operationen an Speiseröhre, Leber, Bauchspeicheldrüse, Nebenniere, Magen und Darm. „Die Vorteile liegen auf der Hand: weniger Komplikationen, geringerer Blutverlust, weniger Schmerzen und eine schnellere Genesung“, betonte Golriz. Auch die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus verkürze sich deutlich. Nach einer kurzen Einführung durften die Schüler an Simulationsmodellen selbst ausprobieren, wie sich das System bedienen lässt. Golriz unterstrich dabei: „Die robotische Chirurgie wird immer mehr zum Standard. Dennoch steht hinter jeder Operation ein erfahrener Chirurg mit umfassender Ausbildung und viel Übung.“

„Es ist beeindruckend zu beobachten, wie motiviert die Jugendlichen sind und mit welcher Begeisterung sie moderne Medizintechnik aufnehmen“, meinte Prof. Dr. Braun. „Unser Ziel ist es, junge Talente zu inspirieren und zu zeigen, dass die Medizin weit mehr bietet als die klassischen Berufswege“, ergänzte Prof. Dr. Golriz.

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