Paddeln für die innere Balance
Das Onkologische Therapiezentrum Siegen der Diakonie in Südwestfalen hat zehn Patientinnen und Patienten zu einem Stand-up-Paddling-Tag an die Krombachtalsperre bei Driedorf eingeladen.
Die sportliche Aktion sollte nicht nur die körperliche Fitness fördern, sondern auch Mut, Selbstvertrauen und Gemeinschaftsgefühl stärken.
Organisiert wurde der Tag von der pflegerischen Leitung Sabine Arndgen gemeinsam mit Uro-Onkologin Victoria Meyer und Mitarbeitenden des Zentrums. „Krebs bedeutet Kontrollverlust. Auf dem SUP-Brett spüren die Teilnehmenden wieder, dass sie die Kontrolle über ihren Körper haben“, sagte Sabine Arndgen. „Viele Patientinnen und Patienten denken nach der Therapie: War’s das jetzt? Aber hier erleben sie, dass noch so viel mehr möglich ist. Wir wollen Perspektiven zeigen, keine Grenzen“, betont die Medizinerin Victoria Meyer.
Unterstützt wurde die Veranstaltung von Windsurfing Siegerland, die Boards und Ausrüstung bereitstellten. Mit vor Ort war Trainerin Sonja Zimmermann vom Verband Deutscher Wassersportschulen. Neben Einzelboards probierte die Gruppe auch das Mega-Paddle-Board aus, auf dem alle gemeinsam unterwegs waren.
Nach rund drei Stunden auf dem Wasser zogen die Organisatoren eine positive Bilanz. „Das heute war kein Therapieprogramm – das war Leben“, betonte Sabine Arndgen. Aufgrund der positiven Resonanz plant das Zentrum, das SUP-Angebot künftig fest ins Programm aufzunehmen.
Im Onkologischen Therapiezentrum, das sich in direkter Nachbarschaft des Diakonie Klinikums Jung-Stilling in Siegen befindet, erhalten Krebspatienten ambulante Therapien nach den neuesten Erkenntnissen der Medizin.
