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Lungenkranke Kinder: Eltern tauschen sich aus

07.10.2026

Der kleine Leo hat Asthma. Sein Leidensweg begann, als er gerade einmal eineinhalb Jahre alt war. Austausch erhofft sich Mama Alessa Hoffmann von einem Gesprächskreis für Eltern, deren Kinder an chronischen Lungen-Erkrankungen leiden.

Die Gruppe möchte die Hilchenbacherin mit Unterstützung der Selbsthilfekontaktstelle der Diakonie in Südwestfalen ins Leben rufen. Und die 32-Jährige plant noch mehr: Bald soll ihr „Baby Beach“ mit angeschlossenem Café eröffnen – ein Ort, an dem lungenkranke Kinder buchstäblich aufatmen können.  

 

„Es ist ein ständiges Auf und Ab“, so beschreibt Alessa Hoffmann die vergangenen gut vier Jahre. Seit Leo mit eineinhalb Jahren in den Kindergarten kam – mitten in der Coronazeit – leidet er unter Husten. Diagnostiziert wurden zunächst ganz „normale“ Erkältungen, dann eine Bronchitis aber auch Lungenentzündungen. Dennoch: „Ernstgenommen haben wir uns nie gefühlt“, sagt die Hilchenbacherin. Nächtelang hat sie am Bett des Jungen gewacht, den schweren Atem gehört „und gewusst, dass etwas nicht in Ordnung ist“. Lange hat es gedauert, bis die Diagnose Asthma schlussendlich fiel. Und damit einher gehen diverse Kinder-Reha-Aufenthalte an der Nordsee, viele Arztbesuche und eine tägliche Gabe von Medikamenten. 

 

Die Sorge um den Sohn wirkt sich auf das ganze Leben aus. „Ruhig zur Arbeit fahren, das ist mit einem kranken Kind kaum möglich“, so die 32-jährige Mutter. Und deshalb wagt sie nun einen großen Schritt – aus dem Angestelltenverhältnis in die Selbstständigkeit. Demnächst möchte sie den „Baby Beach Hilchenbach & Café Zauberwald“ eröffnen, ein kinderfreundliches Eltern-Kind-Café, das an einen Indoor-Salzspielplatz (ein Sole-Inhalatorium) angeschlossen ist. Während die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern auf einem Boden aus feinem Meersalz spielen und gesunde Meeresluft einatmen, kann sich die ganze Familie entspannen. Vor oder nach der Salzzeit lädt das gemütliche Café zu Kaffee und Snacks ein.


Von der zusätzlichen Gründung der Selbsthilfegruppe „Atempause und Herzstücke“ erhofft sich Alessa Hoffmann seelische Unterstützung in schwierigen und unsicheren Zeiten zu erhalten, sich mit anderen Eltern in ähnlichen Situationen über alltägliche Themen als pflegende Eltern austauschen zu können und offen über die Probleme reden zu können. 
Betroffene, die sich in geschützter Gesprächsatmosphäre vertraulich austauschen möchten, können sich an die Selbsthilfekontaktstelle wenden – unter der Telefonnummer 0271/500 3131 oder per E-Mail an selbsthilfe@diakonie-sw.de. 
 

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