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25 Jahre "Stilling"-Förderverein: 370 000 Euro und ein gutes Gefühl

18.05.2026

Glück lässt sich nicht immer messen – manchmal aber schon. Zum Beispiel in Euro. Rund 370 000 Euro hat der Förderverein des Diakonie Klinikums Jung-Stilling in den vergangenen 25 Jahren gesammelt. Eine beachtliche Zahl, hinter der weit mehr steckt als reine Bilanz: nämlich genau jene „Glücksgefühle“, von denen der Vorsitzende Hans-Werner Bieler spricht. Das Glück, etwas möglich zu machen. Für andere

Dieses Gefühl war auch in der Cafeteria des Klinikums spürbar, wo der Verein jüngst sein 25-jähriges Bestehen feierte. Zwischen Chefärzten, Leitungskräften, langjährigen Unterstützern und Gästen – darunter auch der „Schwesterverein“ aus dem Diakonie Klinikum Bethesda – ging es weniger um Rückblicke als um das, was gelungen ist. Und das kann sich sehen lassen.

 

Dass der Verein dabei besonders erfolgreich ist, wenn er konkrete Projekte in den Fokus rückt, zeigte sich eindrucksvoll im Jubiläumsjahr. Zwei Vorhaben, die sinnbildlich für das diakonische Selbstverständnis stehen: ein mobiles Ultraschallgerät für den Kreißsaal, das bei Komplikationen unter der Geburt zusätzliche Sicherheit gibt, und ein spezielles Trainingsgerät für geriatrische Patienten, das ihnen hilft, schneller wieder mobil zu werden. Eine Anschaffung für die Jüngsten und eine für die Älteren – in jeder Lebensphase steht der Mensch im Mittelpunkt.

 

Die Resonanz war überwältigend. Allein in den vergangenen Monaten konnten mehr als 30 000 Euro gezielt für diese Projekte eingeworben werden. Zusammen mit Rücklagen aus dem Vorjahr wurden sie bereits im ersten Quartal 2026 realisiert. Insgesamt investierte der Förderverein im Jubiläumsjahr sogar 50 000 Euro. Genug, um zusätzlich noch drei Transportstühle für das Foyer anzuschaffen – eine praktische Unterstützung für die Grünen Damen und Herren im Alltag.

 

Hinter all dem steht ein engagiertes Team: Neben Hans-Werner Bieler gehören Manfred Jakob, Dr. Margrit Prohaska-Hoch und Jutta Aulmann zum Vorstand. Im Beirat wirken derzeit Verwaltungsdirektor Jan Meyer, Pfarrer i.R Hans-Werner Schmidt und Fundraising-Referentin Dr. Tabea Stoffers mit. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass Ideen keine langen Wege gehen müssen. „Die Abstimmung ist unkompliziert, der Austausch offen“, betonte Meyer – und lobte besonders die schnellen Entscheidungen, wenn auf Stationen akuter Bedarf entsteht. Sein Dank richtete sich ausdrücklich nicht nur an die aktuell Engagierten, sondern an alle, die den Verein in den vergangenen 25 Jahren geprägt haben.

 

Für die passgenaue Auswahl der Jubiläumsprojekte gab es auch Worte der Anerkennung von Geschäftsführer Dr. Josef Rosenbauer: „Besser geht’s nicht. Ein Projekt für die jüngsten Patienten, eines für die älteren – genau das ist es, was uns als Diakonie ausmacht. Wir begleiten Menschen in allen Lebensphasen, mit Respekt, Fürsorge und dem Anspruch, medizinische Qualität und menschliche Nähe zu verbinden. Dass der Förderverein genau hier ansetzt, so gezielt auswählt und mit so viel Herzblut unterstützt, dafür kann man gar nicht genug danken – gerade in Zeiten, in denen wir mehr denn je auf solches Engagement angewiesen sind. Sie haben Großartiges geleistet.“

 

Gleichzeitig wurde deutlich: Die Erfolgsgeschichte soll weitergehen – und dafür braucht es neue Mitstreiter. Wie viele Vereine, so steht auch der Stilling-Förderverein vor der Herausforderung, Mitglieder zu gewinnen. Sowohl Meyer als auch Rosenbauer warben deshalb eindringlich für eine Mitgliedschaft. Schon mit einem vergleichsweise kleinen Beitrag könne man Teil dieses Engagements werden – und, so Rosenbauer mit einem Augenzwinkern, „an diesem besonderen Glück des Schenkens teilhaben“.

 

Wie konkret dieses Engagement wirkt, zeigte sich am Ende der Veranstaltung noch einmal auf besonders persönliche Weise: Sektionsleiterin Dr. Julia Hartmann und Stationsleitung Stefanie Abele von der Palliativstation überreichten den Vorstands- und Beiratsmitgliedern kleine Gläschen mit selbst hergestelltem Handbalsam – ein Geschenk aus dem Klinikalltag für den Klinikalltag. Eine Geste, die mehr sagte als viele Worte.

 

Und so blieb neben Zahlen, Projekten und Dank vor allem eines: die Erkenntnis, dass sich das, was den Förderverein seit 25 Jahren trägt, nicht in Summen ausdrücken lässt. Sondern in dem Gefühl, gemeinsam etwas Gutes zu tun. Oder, um es mit Bieler zu sagen: in diesem ganz besonderen Glück darüber, etwas für andere bewirken zu können.

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