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Neue Experten für die Palliativ-Pflege

24.06.2026

19 Pflegefachkräfte haben am Fortbildungszentrum der Diakonie in Südwestfalen erfolgreich eine Weiterbildung in der Palliativpflege abgeschlossen. In einer Feierstunde erhielten sie nun die Zertifikate.

Wenn sich das Leben dem Ende zuneigt, sind in vielen Fällen Pflegeexperten mit besonderen Kenntnissen und mit Einfühlungsvermögen gefragt. Wie sie den Bedürfnissen schwerstkranker und sterbender Menschen gerecht werden können, das haben 19 Pflegefachkräfte im Kurs „Palliative Care“ am Fortbildungszentrum der Diakonie in Südwestfalen in Siegen gelernt. Zum Abschluss der 160-stündigen Weiterbildung wurde den Absolventen in einer Feierstunde das Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) überreicht. Ob im Krankenhaus oder im Hospiz, in der ambulanten Pflege oder im Seniorenheim – mit der erworbenen Qualifikation können sie Menschen mit fortgeschrittenen, unheilbaren Krankheiten in verschiedenen Bereichen der Pflege versorgen. 

 

Im September vergangenen Jahres war die Weiterbildung gestartet, die sich an examinierte Pflegefachpersonen mit Berufserfahrung richtet. Für die fünf jeweils viertägigen Unterrichtsblöcke hatte Kursleiterin Manuela Völkel ein vielseitiges Programm mit Gastdozenten aus den Bereichen Klinik, Hospiz, Pflege und Seelsorge und einem breiten Themenspektrum aus der Palliativpflege erarbeitet. So lernten die Pflegekräfte, wie sie körperliche Beschwerden, belastende Symptome und Ängste der Betroffenen lindern können. Hierzu vermittelte Dr. Julia Hartmann, Sektionsleiterin der Palliativstation am Diakonie Klinikum Jung-Stilling, fundiertes Wissen aus dem Gebiet der medikamentösen Schmerztherapie. Doch auch durch Aromapflege, Musik- oder Maltherapie lassen sich das körperliche Wohlbefinden und damit die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. Eine Teilnehmerin berichtete, dass sie beruhigende Fußmassagen bei einem angstbehafteten Patienten durchgeführt habe. „Die entspannende Wirkung ließ sich danach sogar an den Vitalwerten ablesen.“

 

Neben Grundlagen der Hospiz- und Palliativarbeit werden im Palliativ-Care-Kurs ethische, religiöse und spirituelle Themen behandelt. Dabei geht es stets auch um Selbstwahrnehmung und die eigene Auseinandersetzung mit Tod und Trauer. „Ein wichtiger Aspekt“, sagt Manuela Völkel. Denn Gespräche mit sterbenden Menschen, der Kontakt mit den Angehörigen stellen Pflegende emotional oft vor große Herausforderungen. Ob es darum geht, die richtigen Worte zu finden oder darum, einfach nur still für sie da zu sein: In der Theorie und in Rollenspielen üben sie den Umgang mit solchen Situationen.

 

Die Kursteilnehmer, die aus unterschiedlichen Bereichen der Pflege kommen, konnten dabei auch diesmal wieder gegenseitig vom Erfahrungsschatz ihres eigenen Praxisalltags profitieren, freut sich Manuela Völkel: „Die Absolventen haben viel voneinander gelernt, sich untereinander sehr gut verstanden, und sie sind beruflich und persönlich gewachsen.“ Und so stehen zum Abschluss des Kurses zwei Sätze, die eine der Teilnehmerinnen formuliert hat – und die in gewisser Weise die Quintessenz dessen sind, was die Pflege palliativ betreuter Menschen ausmacht: „Was bleibt, sind die Erinnerungen. Wir können dazu beitragen, dass es auch auf dem letzten Weg schöne Momente gibt, die als liebevolle Erinnerungen weiterexistieren.“

 

Die Weiterbildung absolviert haben: Kirsten Babberger, Hanka Djuheric, Nicole Kneller, Esther Pfeifer, Janine Schneider, Daniela Weiskirch (alle Diakonie Klinikum, Siegen), Elena Bredin (Cura-Team, Hilchenbach), Tina Eichhorn, Katja Gieseler, Franziska Schneider (alle Ambulante Diakonische Dienste), Diana Gehrt (Pflegebildungszentrum Diakonie in Südwestfalen), Silvia Halbe-Erkes (Alten- und Krankenhilfe Caritas, Olpe), Chanceline Ludes, Tatjana Wüst (beide Diakonische Altenhilfe Siegerland), Daniel Schultheis (August-Hermann-Francke-Haus, Bad Laasphe), Eva Stettner (Ökum. Sozialstation Betzdorf/Kirchen), Manuela Vietinghoff (Stiftung Diakonissenhaus Friedenshort, Freudenberg), Sandra Wagener-Schmidt (Ev. Hospiz Siegerland, Siegen) sowie Anna Wisiorek (Pflegedienst Hammer, Kausen).

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