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Gelenke und Gefäße schonend operieren

20.12.2017

Beim 9. Freudenberger Gelenktag haben vier leitende Orthopäden, Unfall- und Gefäßchirurgen aus dem Diakonie Klinikum Bethesda in Freudenberg schonende Operationsmethoden bei erkrankten Hüft- und Kniegelenken sowie minimalinvasive Eingriffe bei verschlossenen und erweiterten Blutgefäßen vorgestellt. Vor rund 100 fachkundigen Spezialisten referierten sie im Haus der Siegerländer Wirtschaft in Siegen.

Damit Betroffene nach einem prothetischen Knie- oder Hüftgelenkersatz schneller wieder fit werden, informierte Dr. Patrick Sweeney über das Verfahren „Fast Recovery“ – zu Deutsch schnelle Wiederherstellung. Der Chefarzt der Unfall- und orthopädischen Chirurgie erklärte, dass es dabei um ein Maßnahmen-Paket geht, welches die Therapie vom Aufklärungsgespräch über die Vor- bis hin zur Nachsorge umfasst. Während der Operation gelangen die Chirurgen über gewebeschonende Zugänge und kleine Schnitte zum Gelenk. Sweeney erklärte: „Die so von uns behandelten Patienten können sich in der Regel schneller wieder bewegen, das neue Gelenk besser beugen und strecken sowie nach weniger Tagen wieder nach Hause.“ Ein verringertes Infektionsrisiko, weniger Schmerzen, keine Muskelschäden und ein bedeutend geringerer Blutverlust seien die wesentlichen Vorteile.

 

Als das beweglichste Gelenk im Körper kann die Schulter, wenn sie erkrankt oder verletzt ist, Betroffene im Alltag massiv einschränken. Dr. Birgit Schulz, Departmentleitung Schulterchirurgie, gab Tipps und Tricks für den Einsatz von sogenannten inversen Schulterprothesen, die umgekehrt konstruiert sind. So sitzt die künstliche Kugel auf der Schulterpfanne und nicht wie herkömmlich auf dem Schaft. Oft wird diese Form eingesetzt, wenn die Funktion der Rotatorenmanschette beeinträchtigt ist. Dies ist eine Gruppe von vier Muskeln, deren Sehnen das Schultergelenk umfassen. „Mit einer inversen Prothese kann die Schulter bewegt werden, ohne dass die Rotatorenmanschette funktionieren muss“, verdeutlichte die Oberärztin und zeigte dabei zwei besonders komplizierte Fälle.

 

Baut sich Knochengewebe ab (Osteoporose), haben Betroffene poröse und für Brüche anfällige Knochen. Dr. Markus Boller, Oberarzt der Abteilung Unfall- und orthopädische Chirurgie, beleuchtete den Fall einer an hochgradiger Osteoporose erkrankten Patientin, deren linker Oberschenkelknochen nach einem Sturz mehrfach brach. Der Chirurg wandte ein minimalinvasives Verfahren an und konnte mit Hilfe der Zementaugmentation (zähflüssigem Knochenzement) einen sicheren Halt der eingebrachten Schrauben und Platten im Knochen erreichen. Zudem stellte der Experte komplexe Versorgungen mit aufwendigen Gelenkprothesen vor, die bei ausgeprägten Knochendefekten angewandt werden. „Auch dabei konnte trotz der schwierigen Ausgangsituation und im Zusammenspiel mit der oben genannten Fast-Recovery-Methode eine hohe Ergebnisqualität und Patientenzufriedenheit erreicht werden“, so Boller.

 

Erweitert sich die Kniekehlenarterie, sprechen Mediziner von einem Popliteaneurysma. Dieses kann angeboren sein oder im Laufe des Lebens entstehen. Wird das Gefäß größer als zwei Zentimeter, bilden sich mitunter Thromben, die unbehandelt zu verschlossenen Unterschenkelarterien führen können. So kann es passieren, dass das Bein unzureichend durchblutet wird und es schlimmstenfalls abstirbt. „Daher sollten Aneurysmen frühzeitig therapiert werden“, betonte Dr. Marius Passon, Facharzt für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie. Dazu informierte er über eine Gefäßstützte namens Viabahn. Diese wird über einen kleinen Schnitt eingebracht, ist biegsam und schaltet eine erweiterte Arterie aus. Für verengte oder verschlossene Blutgefäße stellte Passon eine kleine Rotationsfräse namens Jetstream vor, mit der Chirurgen in einem Schritt schonend Kalk- und Fettablagerungen zerkleinern und entfernen, um das Blut in den Gefäßen wieder normal fließen zu lassen. Der Jetstream besteht aus einem Katheter mit einer motorbetriebenen kleinen Fräse aus Edelstahl.

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