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Ethik in der Diakonie in Südwestfalen

Die zunehmende Spannung zwischen wirtschaftlichen Zwängen und ethischen Anforderungen, die Fortschritte der modernen Medizintechnik und der Wertewandel in der Gesellschaft führen oft zu schwer lösbaren Problemen. Hier stehen moralische Werte und auch religiöse Grundanschauungen zur Diskussion. Die Bereitstellung von Verfahren zur Bearbeitung solcher Problemsituationen und
die Beratung auf dem Weg einer Entscheidungsfindung ist zunehmend Aufgabe
der Ethik.

Ethik-Forum

Das Ethik-Forum (in der Diakonie seit 01.07.1993) ist auf Trägerebene (Holding) angesiedelt mit der Aufgabe, den Träger bei der ethischen Bewusstseinsbildung unterstützend zu beraten. Es bearbeitet ethische Fragestellungen von grundsätzlicher, übergeordneter Bedeutung, entwickelt handlungsleitende Hilfestellungen und Empfehlungen (z. B. zum Thema „Patientenverfügung“ oder „Organtransplantation“). Das Forum ist interdisziplinär aus externen und internen Mitgliedern zusammengesetzt. Die bis zu zwölf Mitglieder werden von der Gesellschafterversammlung der Diakonie in Südwestfalen berufen.

Ethik-Beauftragte

Praxisbezug und Informationsfluss zwischen der Einrichtung vor Ort und dem übergeordneten Forum stellen die Ethik-Beauftragten (in der Diakonie seit 16.4.2006) sicher. Sie werden von der Geschäftsführung der Einrichtung berufen und sollen für ethische Fragestellungen sensibilisieren.
Die Diakonie in Südwestfalen hat für die Beauftragten eigens ein Fortbildungsprogramm entwickelt, das auf zwei Jahre ausgerichtet ist („Curriculum für Ethik-Beauftragte“). Die Ethik- Beauftragten sind Ansprechpartner für Patienten, Ratsuchende, Angehörige und Mitarbeiter. Sie sollen Anregungen für die Arbeit des Forums geben.

Ethik-Konsil

Die ethische Fallbesprechung berät bei Konflikten im Arbeitsbereich vor Ort, wenn es um Entscheidungen im Interesse von Patienten geht, die sich selbst nicht mehr äußern können. Das Ethik-Konsil führt alle an der Behandlung und Begleitung des Patienten Beteiligten zusammen und will eine entlastende Hilfestellung geben. Das Ethik-Konsil (in der Diakonie seit 07/2002) soll eine verlässliche und faire Form der Kommunikation garantieren, einen gemeinsamen Informationsstand der Beteiligten
(Pflegekräfte, Ärzte, Angehörige, Ethik-Beauftragte usw.) ermöglichen und alle wichtigen Aspekte für die Entscheidungsfindung ins Gespräch bringen. Das Konsil wird auf Ansprache durch einen berufenen Moderator organisiert, der auch die Gesprächsführung übernimmt. Die Ratsuchenden bestimmen, welche Personen mit welchen Funktionen am Gespräch teilnehmen. Das Ergebnis des Gesprächs wird vom Moderator dokumentiert. Das Gespräch soll zeitnah, ohne große Umstände und Regularien stattfinden. Das Konsil ist kein Gremium, in dem bindende Beschlüsse gefasst werden oder die Behandlung beurteilt wird. Die Entscheidungsbefugnis des Arztes wird nicht aufgehoben. Ein Ethik-Konsil kann kein Instrument zur Lösung von grundsätzlichen Kommunikationsproblemen auf den Stationen sein.

Ethik-Komitee

Während in Deutschland Ethik-Kommissionen seit den 1970er Jahren ethische Voten zu medizinischen Forschungsuntersuchungen am Menschen abgeben, sind Klinische Ethik-Komitees (KEK) relativ neue Einrichtungen in der medizinischen Ethik. Sie wurden nach amerikanischem Vorbild (s. Empfehlung der christlichen Krankenhausverbände von 1997) als Forum für ethische Probleme in der täglichen Behandlung von Patienten gegründet. Das Ethik-Komitee des Diakonie Klinikums (in der Diakonie seit 19.09.2006) ist ein Beratungsgremium. Es erarbeitet ethische Leitlinien, Orientierungshilfen und bietet Fort- und Weiterbildungen an. Es soll die Aus-einandersetzung mit ethischen Fragen sowie die ethische Bewusstseinsbildung in allen Bereichen des Klinikums fördern. Das Klinische Ethik-Komitee bearbeitet ethische Fragen und Probleme, die über den Einzelfall hinausgehen und allgemeinen Charakter haben (Ethik-Policies, z. B. Umgang mit Sterbenden). Das KEK wird von der Geschäftsführung der Einrichtung berufen und setzt sich aus bis zu acht Mitgliedern (evtl. plus Stellvertreter/-in) verschiedener Berufsgruppen eines Krankenhauses (Pflegekräfte, Mediziner, Seelsorger etc.) zusammen.

Seelsorge in der Diakonie in Südwestfalen

Seelsorge hat das Ziel, Menschen zu begleiten, die in der Diakonie in Südwestfalen Hilfe, Beratung, Unterstützung sowie Heilung erwarten und suchen. Im partnerschaftlichen Miteinander sucht Seelsorge nach Wegen und Lösungsmöglichkeiten um Konflikte, Krankheit, Trauer oder andere Krisensituationen im Leben oder Zusammenleben zu bewältigen oder mit ihnen leben zu können. Seelsorge gibt Hilfestellung in ethischen Fragen und in persönlichen Krisen.

Die Angebote der Seelsorge richten sich an:

  • Patientinnen und Patienten unserer Krankenhäuser
  • Gäste unseres Hospizes
  • Bewohner unserer Alten- und Pflegeheime und der angeschlossenen Altenwohnungen
  • Bewohner unserer Häuser für Menschen mit geistiger und psychischer Behinderung
  • Pflegebedürftige im ambulanten Bereich
  • Hilfesuchende aus dem Bereich Wohnungslosenhilfe
  • Ratsuchende bei den Beratungsdiensten
  • Angehörige von Patientinnen, Patienten, Bewohnerinnen, Bewohner

Seelsorge richtet sich insbesondere auch an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen der Diakonie, die mit Menschen in Kontakt treten oder in Strukturen eingebunden sind, wo Belastungen zu tragen und Hilfestellung und Begleitung notwendig sind. Seelsorge steht außerhalb betrieblicher Hierarchien. In ihrem Dienst stehen die Seelsorgerinnen und Seelsorger in einem Frei- und Schutzraum, der für alle Beteiligten die Vertraulichkeit der seelsorglichen Begegnungen, insbesondere die Wahrung des Seelsorgegeheimnisses, gewährleistet.

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Feuerwehr/Rettungsdienst: 112

Polizei: 110

Zentrale Notaufnahme: 02 71 3 33 45 13

Giftnotruf NRW: 02 28 1 92 40

Telefonseelsorge: 08 00 111 0 111