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Wenn „Mann“ nicht kann

22.02.2019

Jeder zehnte Mann zwischen 40 und 50 Jahren in Deutschland kämpft mit Erektionsstörungen. Peter K. ist einer von ihnen. Er möchte nun eine Selbsthilfegruppe gründen, damit sich Betroffene austauschen können.

Jeder zehnte Mann zwischen 40 und 50 Jahren in Deutschland kämpft mit Erektionsstörungen. Bei den 60- bis 69-Jährigen ist es jeder Dritte. Dennoch ist die Impotenz, wie die Erkrankung umgangssprachlich genannt wird, ein Tabuthema. Das erlebt auch Peter K. Seit einem Jahr ist er selbst betroffen: „Immer, wenn ich das Thema anspreche, wenden sich die Leute von mir ab“, sagt er. Deshalb will er nun eine Selbsthilfegruppe gründen. Hilfe dabei bietet ihm Silke Sartor von der Selbsthilfekontaktstelle der Diakonie in Südwestfalen.

Peter K. hat viel mitgemacht. Jahrelang pflegte er seine schwer kranke Mutter. Bis zu ihrem Tod. „Komplett aus den Fugen geriet mein Leben, als mich in dieser Zeit auch noch mein Partner verließ“, sagt Peter K. leise. Der 47-Jährige stürzte in eine Depression. Mit ihr einher ging die Impotenz.

Die Erektile Dysfunktion, so der medizinische Fachbegriff, hat nicht selten psychische Ursachen. Darüber wurde Peter K. auch von seinem Urologen informiert. Der Mediziner konnte keine körperlichen Ursachen finden. Hilfe suchte Peter K. daraufhin bei Freunden und Bekannten: „Doch von dem Thema will niemand etwas hören.“ Ein Teufelskreis setzte sich in Gang. Aus Angst, immer wieder zurückgewiesen zu werden, brach Peter K. nach und nach alle Kontakte ab. „Mein soziales Netz habe ich verloren.“ Dabei hat der 47-Jährige nur einen großen Wunsch: „Eine echte Freundschaft.“

In der Selbsthilfegruppe soll der Austausch mit Leidensgenossen im Mittelpunkt stehen: „Denn ohne das Mannsein fühlt man sich nur noch als halber Mensch“, berichtet der Betroffene von seinen eigenen Erfahrungen. Das könne so weit führen, dass man den Lebenswillen verliert. Peter K. ist sich bewusst, dass es Männern schwer fällt, die Problematik vor anderen auszubreiten: „Aber vielleicht kann man sich gegenseitig helfen, die schwere Zeit durchzustehen.“

Wer Interesse hat, der Selbsthilfegruppe beizutreten, kann sich bei Silke Sartor unter Telefon 0271/500 3130 melden oder per E-Mail an selbsthilfe@diakonie-sw.de Kontakt aufnehmen.

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