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Wenn die Waage zum Feind wird

29.05.2019

Alide Klasink-Kerperin informierte beim Siegener Forum Gesundheit über Essstörungen und zeigte Hilfsangebote auf.

Essstörungen treten häufig im Jugendalter auf und betreffen mehr Frauen als Männer. Beim Siegener Forum Gesundheit in der Cafeteria des Diakonie Klinikum Jung-Stilling referierte Alide Klasink-Kerperin. Sie ist eine der Geschäftsführerinnen von „LaVie“- Entwicklungsräume für Menschen - professionelle Begleitung und Hilfe bei Essstörungen in Siegen.

Bei Essstörungen ist das Verhältnis zum Essen und zum eigenen Körper gestört. Die drei häufigsten Formen sind Magersucht, Ess-Brech-Sucht und das sogenannte Binge-Eating, bei der Betroffene während Heißhunger-Attacken große Mengen an Nahrung zu sich nehmen. Die Krankheit ist für Betroffene oftmals Lösung für seelische Probleme oder Flucht vor verdrängten Gefühlen. So können der Tod einer Bezugsperson, der Umzug in eine fremde Umgebung, Mobbing oder aber auch Leistungsdruck Auslöser für die Krankheit sein. „Nicht zu unterschätzen ist der Schlankheitswahn, der durch Internet und Fernsehen verbreitet wird. Junge Frauen und Männer sehen dünne Promis als Vorbilder an und ahmen sie nach“, erklärte Alide Klasnik-Kerperin. Neben trockener Haut, Haarausfall und abnehmender Konzentration können Herzrhythmusstörungen, Ödeme und ein niedriger Blutzuckerspiegel Symptome einer Essstörung sein.

Die Expertin hob hervor, dass es Möglichkeiten gibt, um wieder gesund zu werden. Dabei sei es wichtig, sich zu öffnen und Hilfe zu suchen. Betroffene sollten sich zunächst Familienmitgliedern oder Freunden anvertrauen und dann von einem Arzt den Gesundheitszustand abklären lassen. Informationen und Hilfsangebote bieten beispielsweise Beratungsstellen. Dort können Kinder und Erwachsene, die an einer Essstörung leiden, sich über ambulante oder stationäre Angebote informieren sowie an weiterführende Hilfen vermittelt werden. Sie werden von Fachkräften und Experten begleitet, die mit Psychotherapie und medizinischer Betreuung dabei helfen den Weg aus der Essstörung zu finden. Für Alide Klasink-Kerperin ist Prävention besonders wichtig: „Kinder und Eltern müssen aufgeklärt werden, damit die Krankheit frühzeitig erkannt wird und Hilfe in Anspruch genommen werden kann.“    

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