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Wenn das einzige Kind stirbt

15.07.2019

Neue Selbsthilfegruppe bietet Austauschmöglichkeit für verwaiste Eltern von Einzelkindern.

Als „grauenhaft“ und „einfach nur furchtbar“ beschreibt Tanja P. (Name geändert) ihre Situation. Ihr einziges Kind verstarb nach schwerer Krankheit im Alter von 23 Jahren. Tanja P. möchte nun mit anderen verwaisten Eltern von Einzelkindern in Kontakt treten. Dabei hilft ihr Silke Sartor von der Selbsthilfekontaktstelle der Diakonie in Südwestfalen.

In Treffen mit anderen verwaisten Eltern fand die 57-Jährige bisher keine passende Gesprächsebene. „Sie hatten noch weitere Kinder und kreisten um ganz andere Trauerthemen als ich“, erzählt sie.

Von morgens bis abends kann Tanja P. an nichts anderes als an ihre verstorbene Tochter denken. Die verwaiste Mutter ist derzeit nicht in der Lage ihrem Beruf nachzugehen. Sie spricht viel mit ihrem Mann, „doch er trauert anders als ich und macht die Situation eher mit sich selbst aus“, macht Tanja P. deutlich. Seit ihr das Kind aus dem Leben gerissen wurde, hat sich, wie sie selbst sagt, ihr Gesundheitszustand verschlechtert. Neben psychischen Problemen bemerke sie eine veränderte Haut, Arztbesuche würden sich häufen. „Ich komme einfach nicht zu mir.“ Sie macht viel Sport und geht im Wald spazieren. Doch das sei nur eine temporäre Ablenkung. Nun hofft sie darauf, wenigstens auf einen Menschen zu treffen, der ähnliches durchlebt und ebenfalls das einzige Kind verloren hat, um miteinander zu sprechen und Hilfestellungen zu finden. Sollten sich mehrere Mütter und Väter finden, ist auch die Gründung einer Gesprächsgruppe möglich.

 

Interessierte können sich an die Selbsthilfekontaktstelle unter Telefon 0271 / 5003 131 sowie per E-Mail an selbsthilfe@diakonie-sw.de wenden.

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