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Pflegeschüler testen Augmented-Reality-Brille am Patienten

17.07.2024
Wie eine AR-Brille das Lernen von Pflegeschülern unterstützen kann, war Gegenstand eines Forschungsprojektes von der Uni Siegen und dem Forschungsinstitut DNZ gGmbH Siegen mit dem PBZ der Diakonie in Südwestfalen.

Wie mobilisiere ich einen halbseitig gelähmten Patienten sicher sitzend an der Bettkante – solche Handgriffe lernen angehende Pflegefachkräfte in der Ausbildung am Pflegebildungszentrum der Diakonie in Südwestfalen (PBZ) unter anderem an einer Patientenpuppe. Bei dem Forschungsprojekt konnten die Auszubildenden diese Übung, mit der Unterstützung und Anleitung einer AR-Brille, testen. Pädagogisch begleitet wurde das Projekt von den PBZ-Lehrerinnen Julia Bräuer und Andrea Wolf. Rund ein Dutzend Pflegeschülerinnen im dritten Ausbildungsjahr hatten sich im Vorfeld bereit erklärt, an der Studie teilzunehmen. Das Forschungsprojekt ist bereits die zweite Kooperation, die das PBZ mit der Universität Siegen umsetzen konnte. „Technische Innovationen wie Roboter oder VR-Brillen spielen immer mehr eine zentrale Rolle dabei, Pflegekräfte im Arbeitsalltag zu entlasten oder zu unterstützen“, sagte Andrea Wolf, Lehrerin für Pflegeberufe. „Wir finden es spannend an dieser Entwicklung mitzuwirken und unterstützen die Uni gerne mit unserem pflegefachlichen und pädagogischen Know-how.“ Projektleiterin Julia Beckmann und ihr dreiköpfiges wissenschaftliches Team führte die Studie im PBZ durch.

Im Rahmen der Studie führten die Pflegeschülerinnen eine Mobilisierungsübung an einer lebenden Person, gespielt von der studentischen Hilfskraft Pascal Auer, durch. Während der Übung trugen die Auszubildenden eine AR-Brille, auf die das Forscherteam im Vorfeld Lernsequenzen aufgespielt hatten. AR steht für Augmented Reality und bedeutet erweiterte Realität. Mithilfe computergestützter Elemente erweitert die Brille das reale Sichtfeld des Trägers um zusätzliche Informationen, Grafiken oder Animationen. Die Forschergruppe entwickelte hierfür ein interaktives digitales Unterstützungssystem. Die VR-Brille blendete in das Blickfeld der Pflegeschülerinnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung ein und leitete sie mit akustischen Handlungsanweisungen zusätzlich an. So waren die Auszubildenden in der Lage, die Anweisungen zeitgleich an einem lebenden Patienten umzusetzen. Per Sprachbefehl konnten sie sich durch die einzelnen Lernkarten vorarbeiten. „Es geht darum, Lerninhalte im schulischen Alltag einmal anders aufzubereiten und anzubieten. Das kann besonders für visuelle Lerner eine effektive und hilfreiche Methode sein, bietet aber auch einen spannenden und neuen Anreiz“, fasste Julia Beckmann die Idee hinter dem Projekt zusammen.

Vor und nach der Übung wurden die Auszubildenden unter anderem zu ihren Erwartungen und Erfahrungen mit VR-Brillen interviewt. Katharina Hammerschmidt, die im Januar ihr Examen zur Pflegefachfrau macht, sieht in der AR-Brille Potential für weitere Übungen wie zum Beispiel im Bereich Grundpflege. „Ich musste mich erst an die Technik gewöhnen. Ich finde, es ist mal etwas anderes und es hat mir echt Spaß gemacht. Die gleichzeitige Verknüpfung von Theorie und Praxis ist ein super Vorteil.“ Das Projekt ist neu, die PBZ-Schülerinnen sind die ersten Probanden dieser Studie. Die Daten sollen später durch Ergebnisse eines Parallelprojekts, das an der Universität Göttingen durchgeführt wird, erweitert werden. Andrea Wolf sieht in der Unterstützung solcher Projekte einen klaren Vorteil: „Unsere Schüler müssen sich immer mehr mit der Digitalisierung in der Pflege befassen. Es bietet ihnen eine andere und spannende Form von Unterricht.“

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