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Diakonie Klinikum dankt Hubert Becher

27.09.2019

Hubert Becher (2. von rechts) hinterlässt Spuren: Voll des Lobes waren (von links) Verwaltungsratsvorsitzender Karl Fleschenberg, Ärztlicher Direktor Dr. Peter Weib und Geschäftsführer Dr. Josef Rosenbauer.

Hubert Becher, der Geschäftsführer des Diakonie Klinikums, feiert nach knapp vier Jahrzehnten im Gesundheitswesen seinen Abschied aus dem Berufsleben. Angehörige, Freunde, Kollegen, Wegbegleiter, Landräte, Bürgermeister, Abgeordnete und Partner aus Firmen und Institutionen der Branche bereiteten ihm einen würdevollen Festabend.

Als Gastredner über die Welt von morgen ist Unternehmer und Autor Jörg Heynkes ein viel gefragter Mann. Sein Besuch in der Cafeteria des Diakonie Klinikums Jung-Stilling in Siegen war für den Referenten aus Wuppertal jedoch nicht nur wegen der Örtlichkeit Premiere: „Ich habe noch nie erlebt, dass jemand, der in den Ruhestand geht, seinen Gästen den Blick in die Zukunft gönnt.“ Derjenige, der das den weit mehr als 100 Gästen gönnte, war Hubert Becher. Mit 63 Jahren feierte der Geschäftsführer des Diakonie Klinikums nach knapp vier Jahrzehnten im Gesundheitswesen seinen Abschied aus dem Berufsleben.

 

Angehörige, Freunde, aktuelle wie ehemalige Kollegen, Wegbegleiter aus Altenkirchen, Kirchen, Bonn und Siegen, Landräte, Bürgermeister, Abgeordnete und Partner aus Firmen und Institutionen der Branche bereiteten Hubert Becher einen würdevollen Abend. „Sie hinterlassen Spuren“, betonte so auch Karl Fleschenberg, Verwaltungsratsvorsitzender der Diakonie in Südwestfalen. Bei all seinem Tun habe Becher immer das Miteinander in den Vordergrund gestellt. Besonders sichtbar sei dies noch einmal bei Umbau und Modernisierung des Diakonie Klinikums Jung-Stilling geworden, das dabei um mehr als 5000 Quadratmeter gewachsen sei.

 

Den ersten Kontakt zum Gesundheitswesen hatte Hubert Becher nach dem Abitur 1976 als Sanitätssoldat bei der Bundeswehr, erinnerte Laudator Dr. Josef Rosenbauer, Geschäftsführer der Diakonie in Südwestfalen. Nach dem Studium der Betriebswirtschaft an der Universität Siegen wurde Becher bei der Kreisverwaltung Altenkirchen Referent für die Krankenhäuser, ehe er 1986 zum Verwaltungsdirektor des Krankenhauses in Kirchen ernannt wurde. 1991 wechselte er zu den Katholischen GFO-Krankenhäusern der Franziskanerinnen zu Olpe und war bis 2006 Verwaltungsdirektor des St. Josefs-Krankenhauses in Bonn-Beuel. Am 1. Dezember 2006 wurde er Geschäftsführer des Ev. Jung-Stilling-Krankenhauses in Siegen und später nach der Zusammenlegung von drei Häusern zum Geschäftsführer des Diakonie Klinikums.

 

Zahlreiche Wegmarken wie der Bau der Zentralen Notaufnahme, die Bettenerweiterung im Bauteil C, die Inbetriebnahme der beiden Hybrid-OPs, die Bildung von regionalen und überregionalen Kompetenzzentren oder auch die Anschaffung von Pet-CT oder Da-Vinci-Roboter trugen maßgeblich seine Handschrift. Ein besonderes Anliegen war Hubert Becher stets die Verzahnung von ambulant und stationär. So entstanden unter seiner Regie Medizinische Versorgungszentren und zahlreiche Praxen in Siegen, Kreuztal, Kirchen und Betzdorf. Heute bündelt die Diakonie in Südwestfalen ihre ambulante medizinische Kompetenz unter dem Dach von Medizinischen Versorgungszentren mit rund 30 Facharztsitzen. Rosenbauer lobte auch den Menschen Becher als „offen im Umgang, loyal und ehrlich, zusammenführend, kompromissbereit und nie verletzend“. Er, laut Rosenbauer ein wandelndes Lexikon im Gesundheitswesen,  habe in seinem Berufsleben 11 von 16 Bundesgesundheitsminister erlebt – „oder besser gesagt: überlebt“.

 

Uwe Tron, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung, lobte einen „Mann mit einem großen Herzen“. Becher habe viele Probleme gelöst und stets ein offenes Ohr für die Belange der Belegschaft gehabt. Charmant, termintreu, hart in der Sache und konsequent: Diese Attribute zeichnen laut Dr. Peter Weib, Ärztlicher Direktor des Stillings, den scheidenden Geschäftsführer aus. Rückblickend auf seine fußballerische Vergangenheit, sah er in ihm einen klassischen Spielmacher, der auf dem Feld führen konnte, manchmal die Strategie ändern musste und sein Team dabei mitzunehmen verstand. Dr. Patrick Sweeney, Ärztlicher Direktor im Freudenberger Bethesda, hob Bechers angenehme und konstruktive Art frei von Animositäten hervor.

 

„Anfangs hätte ich niemals daran gedacht, dass das Gesundheitswesen einen Kaufmann so in seinen Bann ziehen könnte“, blickte der vielfach Gelobte dann selbst zurück. Er habe erfahren dürfen, dass die einzige verlässliche Größe im Gesundheitswesen seit Jahrzehnten die Veränderung sei. Doch überall habe er Mitarbeiter erlebt, die aus einer inneren Motivation heraus bereit waren, Dienst am kranken Mitmenschen zu leisten. „Im Mannschaftssport wie im Beruf braucht es das Können, die Professionalität eines jeden einzelnen wie das einende Interesse am Gesamterfolg“, betonte Hubert Becher. Es bedarf Organisationen und Träger, die genau dieses fordern, Visionäre mit Mut und ein Ziel, das trägt. Und all das biete die Diakonie in Südwestfalen. Jetzt gehe er zufrieden und selbstbestimmt in einen neuen Lebensabschnitt. Langweilig dürfte ihm dabei nicht werden. Bei den Kommunalwahlen im Mai wurde Hubert Becher mit großer Mehrheit zum Ortsbürgermeister seiner Heimatgemeinde Katzwinkel gewählt.

 

„Wir leben in der 4. Industriellen Revolution – der schnellsten, folgenreichsten und der ersten auf allen Kontinenten gleichzeitig“, sagte Festredner Jörg Heynkes. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz veränderten die Welt rasend schnell. „Wir müssen lernen, auf der Welle zu reiten, sonst werden wir von ihr erschlagen“, prognostizierte der Unternehmer und Autor in seinem Vortrag zur „Großen digitalen Transformation“. Europa befinde sich jedoch im Tiefschlaf, lebe von der Substanz, sei an der Zukunft nicht beteiligt. Google, Apple, Microsoft, Amazon, Facebook – die fünf wertvollsten Marken der Welt basierten auf Daten, die Ökonomie der Zukunft spiele sich in den USA und in Asien ab. „Wir werden jeden Tag älter, die Künstliche Intelligenz jeden Tag besser“, so Heynkes. Sie verändere die Welt so wie einst das Rad oder der Buchdruck. Wer keine Digitalkompetenz habe, werde in wenigen Jahren abgehängt, appellierte er dazu, endlich vom Denken ins Handeln zu kommen. Heynkes: „Alles ist in Bewegung. Die nächsten zehn Jahre werden ruppig. Aber wir haben es in unserer Hand.“     

 

Rebecca Strack (Gesang) und Stephan Hild (Keyboard) gaben der Feierstunde eine musikalische Note.

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