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21.03.16

Neue Selbsthilfegruppe für Frauen mit Trauma-Geburten

Marina G. und Soraya K. (Namen geändert) haben sich auf ihre Geburt gefreut, die jedoch anders verlief als erwartet. Die beiden Frauen erlebten Traumatisches. In Zusammenarbeit mit Gabriele Hermann, Koordinatorin der Selbsthilfegruppen der Diakonie in Südwestfalen, möchten die Mütter nun Frauen helfen, denen Ähnliches widerfahren ist. Sie sehen den Austausch mit Gleichgesinnten als Mittel, über das Thema zu sprechen und Ängste zu überwinden.

„Vor der Geburt wurde mir eine PDA verabreicht“, schildert Marina G. Eine Periduralanästhesie (PDA) ist ein Schmerzhemmer, der nahe des Rückenmarks eingespritzt wird und bei der Geburt von Schmerzen und Ängsten befreit. Das Medikament löste bei Marina Nebenwirkungen aus. Diese führten dazu, dass sie sich unmittelbar nach der Geburt nicht um ihre Tochter kümmern konnte. Es folgte ein weiteres Problem für die Mutter. Aufgrund von gesundheitlichen Komplikationen des Neugeborenen, kam es in eine Kinderklinik. „Ich konnte sie eine Woche lang nicht sehen. Der erste Bezug zu meinem Kind hat gefehlt. Dies belastete mich psychisch.“ Die Mutter erlitt eine postnatale Depression und musste sechs Monate lang ein angstlösendes Medikament einnehmen. „Ohne die Medizin hätte ich es nicht geschafft.“ Sie erkrankte an einer sogenannten Wochenbettdepression, die bei Frauen nach einer Geburt auftreten kann. Heute ist Marinas Tochter anderthalb Jahre alt und gesund. Außer der Erinnerung ist der 37-Jährigen noch die Angst geblieben: „Wenn ich von Problemen bei Schwangerschaften höre, denke ich direkt an mein Erlebnis und habe negative Gefühle“, so die Mutter.
Auch Soraya K. hat vor anderthalb Jahren Prägendes erlebt. Sie gebar ihr Kind, drei Tage nach dem errechneten Geburtstermin, auf ungewöhnliche Art und Weise. Trotz Injektion eines Wehenmittels hatte sie keine Wehen. „Ich ging auf die Krankenhaustoilette, plötzlich setzte die Geburt ein. Nach zehn Minuten war mein Baby schon da“, sagte die damals 37-Jährige. Ihre Gebärmutter war mit der Plazenta verwachsen, die Plazenta löste sich nach der Geburt nicht ab. „Die Ärzte sagten mir, dass sie meine Gebärmutter entfernen müssen, weil ich sonst verbluten würde.“ Mit ihrem Einverständnis wurde die Operation durchgeführt. „Die Umstände waren eine Laune der Natur, die sehr selten vorkommt. Trotzdem habe ich mir selbst Vorwürfe gemacht.“ Den Schock darüber habe sie noch nicht verarbeitet: „Mein Mann und ich wollten gerne noch ein Kind bekommen“, so Soraya.
Die beiden Mütter möchten eine Selbsthilfegruppe für Frauen gründen, die Ähnliches erlebt oder ihr Kind bei der Geburt sogar verloren haben. Die Gruppe bietet die Möglichkeit, in einem geschützten Raum über das Erlebte zu sprechen. Unabhängig davon, wie lange die Geburt  zurückliegt, können sich Frauen hier dem Thema annähern. Die Treffen werden am letzten Freitag eines Monats um 20 Uhr im Mütterzentrum Siegen, Ziegelwerkstraße 54, stattfinden.
Interessierte können sich dort am Freitag, 8. April, 20 Uhr, bei einem ersten Treffen kennenlernen. Marina G. und Soraya K. bitten um eine Anmeldung unter info@muetterzentrum-siegen.de.


 
Abteilung Presse & Kommunikation
Diakonie in Südwestfalen
 

Ansprechpartner

 
Blazenka Sokolova, B.A.
Trainee
 
 
0271 333 6571
 

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