Presse & Kommunikation
 Telefonliste
Notruf Polizei
Telefon: 110

Notruf Feuerwehr/Rettungsdienst
Telefon: 112

Giftnotruf NRW
Telefon: 02 28 1 92 40

Telefonseelsorge
Telefon: 08 00 111 0 111

Jung-Stilling-Krankenhaus Wichernstraße 40 57074 Siegen
Postanschrift
Telefon: 02 71 33 3-3 Wichernstraße 40
Telefax: 02 71 33 3-49 96 57074 Siegen

Krankenhaus Bethesda
Postanschrift
Telefon: 0 27 34 2 79-0 Euelsbruchstr. 39
Telefax: 0 27 34 2 79-48 22 57258 Freudenberg

Ev. Krankenhaus Elsey in Hohenlimburg
Postanschrift
Telefon: 0 23 34 9 84-0 Iserlohner Str. 43
Telefax: 0 23 34 9 84-355 58119 Hagen

Krankenhaus Kredenbach
Bernhard-Weiss-Klinik
Postanschrift
Telefon: 0 27 32 2 09-0 Dr. Stelbrink-Str. 47
Telefax: 0 27 32 2 09-498 57223 Kreuztal

  <- Zurück zu: Home 


Sagten in ihren Vorträgen dem Darmkrebs den Kampf an (von links): Dr. Martin Adler, Dr. Gisela Labenz sowie Gastgeber Chefarzt Professor Dr. Joachim Labenz.


    




    Diese News

      Druckversion erstellen
      direkt als PDF-Version
    

 
16.03.16

Professor rät zur Darmspiegelung

Kriegen kann ihn jeder. Tatsächlich bekommt ihn einer von 17. „Aber da man ihn doch verhindern kann, sollte man es auch machen“, appelliert Chefarzt Professor Dr. Joachim Labenz vor mehr als 100 Besuchern im vollbesetzten Hörsaal des Diakonie Klinikums Jung-Stilling in Siegen zur Darmkrebsvorsorge. Der Medizinische Direktor rät zur für Patienten ab dem 55. Lebensjahr kostenfreien Koloskopie (Darmspiegelung). Die Untersuchung, bei der der Patient im Schlaf nichts mitbekommt, dauert in der Regel 20 Minuten. Sollte der Arzt auf auffällige Gewächse (Polypen, insbesondere Adenome) stoßen, werden diese sofort entfernt. Auch die Vorbereitung zur Koloskopie ist längst nicht mehr so mühsam wie früher. Um den Darm zu entleeren, muss der Patient tags zuvor einen Liter einer speziellen Flüssigkeit trinken. „Das ist zwar keine Delikatesse, entschlackt und entgiftet aber den Körper“, weiß der Professor auch aus eigener Erfahrung. Er empfiehlt, die Flüssigkeit lieber kalt und schnell als warm und langsam zu trinken. Zudem spricht nichts dagegen, sie mit einem Schuss Zitrone oder Apfelsaft geschmacklich aufzufrischen. Was der Patient indes mit der Koloskopie erreichen kann, wiegt positiv ungleich schwerer als diese Unannehmlichkeit. Denn oft kann er so den tödlichen Darmkrebs verhindern oder bei früher Diagnose besiegen. Und auch im ungünstigen Fall kann er seine Lebenszeit deutlich verlängern und die Lebensqualität erheblich verbessern.
Dass Naturheilverfahren nichts mit Quacksalberei zu tun haben, betont Allgemeinmediziner Dr. Martin Adler aus Siegen. Der Lehrbeauftragte an der Universität Münster hebt die komplementäre biologische Tumortherapie als ernst zu nehmende Wissenschaft hervor. Ergänzend zur Schulmedizin kann sie bei Patienten Immunsystem, gesundes Gewebe und Psyche stärken. „Der Krebspatient will doch alle therapeutischen Optionen nutzen“, unterstreicht Adler. Was wem wie helfen mag, weiß der Arzt natürlich erst nach einer genauen Untersuchung. Adler, der in Münster Pflanzenkunde forscht, hebt die heilende Wirkung von Misteln, Thymuspeptiden sowie Kunst und Musik („Singen setzt Endorphine frei und macht glücklich.“) hervor und weist auf den Siegerländer Mangel an Selen und Vitamin D hin. „Ernährung, Bewegung und Gespräche“ sind denn auch die Pfeiler seines ganzheitlichen Therapiekonzeptes, weil „Krebs eine Krankheit des gesamten Organismus  ist“.
65 Tonnen Nahrung und 50 000 Liter Flüssigkeit – im Laufe eines durchschnittlichen Lebens hat der Darm jede Menge zu verarbeiten. Deshalb sollte der Mensch mit seinem „Zentrum der Immunabwehr“ auch ein wenig behutsamer umgehen. Dass damit ein jeder sofort beim Essen und Trinken anfangen kann, verdeutlicht Ernährungsspezialistin Dr. Gisela Labenz, denn: „Jede 5. Krebserkrankung lässt sich durch richtige Ernährung verhindern.“ Die Ärztin empfiehlt, „bunt“ zu essen: Täglich fünf Portionen Obst und Gemüse, drei Portionen Milch, Joghurt oder Käse, dazu Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. Als Faustformel rät sie zu „zweimal in der Woche Fisch, dreimal vegetarisch und zweimal Fleisch“. Das Fleisch sollte in der Regel weder rot noch geräuchert oder gepökelt sein. Gisela Labenz warnt zudem vor den vielen und oft versteckten Zuckerfallen. Dass Zucker in Softdrinks, Schokolade, Desserts oder Torten reichlich vorhanden ist, ist hinlänglich bekannt; dass in einer einzigen Wassermelone aber 133  Stück Würfelzucker stecken, eben nicht. „Tumorzellen lieben Zucker, das ist der Treibstoff für Krebs“, sagt die Medizinerin. Bei den Getränken setzt sie auf natriumarmes (30-150mg), calciumreiches (über 200mg) und chloridarmes (unter 300mg)  Wasser. Viele auch bekannte Modewässer würden das nicht bieten. Ihre Empfehlung: „Im Siegerland haben wir hervorragendes Leitungswasser. Trinken Sie es.“ Ergänzend zur Ernährung rät sie zu mehr Bewegung und weniger Übergewicht, denn: „Der Deutsche legt im Durchschnitt täglich eine Gehstrecke von nur 750 Metern zurück – das kann nicht gesund sein.“

 
Abteilung Presse & Kommunikation
Diakonie in Südwestfalen
 

Ansprechpartner

 
Stefan Nitz
Abteilungsleiter ❘ Pressesprecher
 
 
02 71 3 33-64 64
stefan.nitz(at)diakonie-sw.de
 

     RSS-Newsfeed

    Hier können Sie die aktuellen
    Meldungen auch als RSS abonieren