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Tauschten sich beim Siegener Forum Soziales in der Martinikirche mit 100 Besuchern über ehrenamtliches Engagement aus (von links): Superintendent Peter-Thomas Stuberg, Volker Gürke von der Diakonie in Südwestfalen, Bundestagsabgeordneter Willi Brase, Siegens Bürgermeister Steffen Mues und Heike Dreisbach vom Evangelischen Kirchenkreis Siegen.


    




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08.03.16

Gutes Ehrenamt braucht Unterstützung

Das Engagement Ehrenamtlicher mehr schätzen, Fortbildungen anbieten und Fahrtkosten erstatten ─ Themen, die Bundestagsabgeordneter Willi Brase (SPD) mit Vertretern aus Ehrenamt, Politik, Kirche und Gesellschaft beim Siegener Forum Soziales diskutiert hat. Brase ist Vorsitzender des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement im Deutschen Bundestag. In Siegen informierte er sich über die Arbeit von Ehrenamtlichen der Diakonie in Südwestfalen und des Ev. Kirchenkreises Siegen und suchte den Austausch mit Mitarbeitern und Verantwortlichen. In der Siegener Martinikirche stellte er die politische Arbeit des Unterausschusses dar und stand als Ansprechpartner für rund 100 Besucher Rede und Antwort. Heike Dreisbach, Referentin für Erwachsenenbildung des Evangelischen Kirchenkreises Siegen, und Volker Gürke, Leiter des Referats Diakonisches Profil, führten durch das Programm.
Der Unterausschuss „Bürgerschaftliches Engagement“ ist ein Beratungsgremium und gehört zum Ausschuss Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages. „Rund 23 Millionen Menschen in Deutschland engagieren sich freiwillig und unentgeltlich“, sagte Brase. Ehrenamtliche unterstützen Vereine, Verbände und kirchliche Einrichtungen. „Für mich sind die Engagierten Alltagshelden. Sie dürfen nicht zu Lückenbüßern werden“, so der Politiker. Der Einsatz von freiwilligen Helfern müsse unterstützt werden. Dabei gehe es nicht um Geld für ihre Tätigkeiten, sondern um gute Rahmenbedingungen. Als eine der größten Herausforderungen für bürgerschaftliches Engagement sieht Brase die Entwicklung einer Anerkennungskultur. „Der Einsatz dieser Menschen muss geschätzt werden. Außerdem ist der Aufbau einer vernünftigen Infrastruktur nötig.“ Auslagen, wie zum Beispiel Fahrtkosten zu erstatten, sei derzeit ein großes Anliegen.  
Siegens Bürgermeister Steffen Mues verwies in seinem Grußwort auf die aktuelle Herausforderung, sowohl im Haupt- als auch im Ehrenamt, 1800 Flüchtlinge in Siegen zu versorgen. „Menschen, die sich in Zeiten der Flüchtlingsthematik freiwillig engagieren, brauchen wir so sehr wie nie“, sagte Mues. Peter-Thomas Stuberg, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Siegen, betonte, dass Ehrenamtliche keine Lückenbüßer, sondern Mitgestaltende seien. „Deshalb sollten sie in ihren Aufgaben so gut es geht unterstützt werden. Unter anderem durch Fortbildungen“, so Stuberg.
Vor dem Forum Soziales war Willi Brase im Verwaltungsgebäude der Diakonie in Südwestfalen zu Gast. Dort stellten Geschäftsführer, Mitarbeiter und Ehrenamtliche aus verschiedenen Einrichtungen klassische Ehrenamtsfelder vor. So sind 170 Ehrenamtliche in den in den sechs Seniorenpflegeheimen der Diakonischen Altenhilfe tätig, die unter anderem in der Cafeteria engagiert sind, Senioren vorlesen oder Feste organisieren. Rund 20 freiwillige Helfer sind im Ev. Hospiz Siegerland für Patienten und ihre Angehörigen da. Darüber hinaus helfen sie bei der Öffentlichkeitsarbeit und übernehmen Koordinationsaufgaben. Die sogenannten Grünen Damen und Herren im Diakonie Klinikum begleiten Patienten zu Untersuchungen, machen kleine Besorgungen und arbeiten im Lotsendienst. Die Diakonie in Südwestfalen hat gemeinsam mit den diakonischen Bereichen des Ev. Kirchenkreises Siegen derzeit 1375 Ehrenamtliche.



 
Abteilung Presse & Kommunikation
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