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Informierten beim 12. Prostata Symposium in Siegen über neueste Erkenntnisse und Therapieverfahren (von links): Chefarzt der Urologie des Kreisklinikums Siegen Dr. Johannes Spelz, Urologin Dr. Martina Weil (Siegen), Nuklearmediziner PD. Dr. Deniz Kahraman (Siegen), Urologin Dr. Juliane Hain-Weirich (Siegen-Geisweid), Urologe Dr. Stefan Jöge (Siegen), Chefarzt der Urologie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling Dr. Peter Weib, Belegarzt an den Dill-Kliniken Dillenburg Hans-Peter Stockamp, Urologin am Diakonie Klinikum Jung-Stilling Dr. Friedericke Winter, Urologe Thomas List (Siegen-Geisweid), Chefarzt der Urologie am Dill Klinikum Wetzlar Dr. Achim Elert, Oberarzt der Urologie am Diakonie Klinikum Jung-Stilling Christoph Holtmannspötter und Facharzt für Innere Medizin Dr. Matthias Buschhaus (Siegen).


    




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07.03.16

Prostata- und Blasenkrankheiten vorbeugen und behandeln

Beim 12. Prostata-Symposium haben sich rund 50 Mediziner in der Bismarckhalle in Weidenau über aktuelle Vorsorge-, Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten von Prostata- und Blasenkrankheiten ausgetauscht. Im Anschluss nutzten fast 200 Patienten und Interessierte die Gelegenheit, sich bei Ärzten unterschiedlicher Disziplinen zu informieren und persönliche Fragen zu ihrer eigenen Erkrankung zu stellen.
Das Kompetenznetz Prostata des Diakonie Klinikums Jung-Stilling, das Kreisklinikum Siegen, das Lahn-Dill Klinikum Wetzlar und die BPS-Prostatakrebs- Selbsthilfegruppe Siegen hatten zu der Veranstaltung eingeladen. Die Chefärzte der beiden Siegener Urologien, Dr. Peter Weib (Diakonie Klinikum Jung-Stilling) und Dr. Johannes Spelz (Kreisklinikum) führten durch das Vormittagsprogramm der ärztlichen Fortbildung.
Weib machte auf die Wichtigkeit einer frühen Diagnose aufmerksam: „Das Prostatakarzinom ist mit bundesweit etwa 60 000 Neuerkrankungen im Jahr die häufigste Tumorerkrankung des Mannes. Im frühen Stadium gelingt oft eine Heilung. Meist haben Betroffene in dieser Phase aber noch keine Beschwerden, weshalb die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung besonders wichtig ist. Diese wird ab dem 45. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Zusätzlich kann der PSA-Wert (Marker für Prostataerkrankungen im Blut) bestimmen werden. Hat der Mann einen an Prostatakrebs erkrankten Vater oder Bruder, ist es von Vorteil, die Vorsorgeuntersuchung ab dem 40. Lebensjahr vorzunehmen.“
In einem weiteren Vortrag informierte Thomas List, Facharzt für Urologie in Siegen-Geisweid, über die Prostatitis (Entzündung der Prostata), die oft an Schmerzen beim Wasserlassen zu erkennen ist. In den Mittelpunkt seines Referates stellte er die Diagnostik und Therapie dieser Erkrankung und wies auch auf die Unterschiede zwischen einer akuten und einer chronischen Prostatitis hin. „In der Regel sind Bakterien die Verursacher, aber Diabetes, ein einliegender Blasenkatheter und ein gestörtes Immunsystem können bei beiden Arten ebenfalls ursächlich sein“, so List. Dr. Hans-Peter Stockamp, Belegarzt an den Dill-Kliniken in Dillenburg, referierte über Steinerkrankungen. „Wenn Substanzen übermäßig im Urin vorhanden sind und sich nicht auflösen, entstehen Kristalle, die aneinander kleben und einen Stein bilden, der zu unerträglichen Schmerzen (Koliken) führen kann.“ Stockamp informierte umfassend über verschiedene Diagnostik- und Therapiemethoden.
Dr. Stefan Jöge, Dr. Juliane Hain-Weirich und Dr. Martina Weil, Fachärzte für Urologie aus Siegen, informierten über Blasenentzündungen (Zystitis). Oft sind Darmbakterien, die über die Harnröhre zur Blase aufsteigen, verantwortlich. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. In den meisten Fällen ist eine Blasenentzündung harmlos und schnell auskuriert. Sollte sich das Allgemeinbefinden des Betroffenen jedoch verschlechtern, ist eine Antibiotikatherapie nötig. Wer zu Blaseninfekten neigt, sollte genügend trinken, den Beckenbereich warm halten und bei Harndrang bald zur Toilette zu gehen.

In der Nachmittagsveranstaltung konnten sich dann die zahlreich erschienenen interessierten Laien weiter informieren. In Kurzvorträgen informierten Fachärzte das Publikum über neue Therapie- und Diagnosemöglichkeiten des Prostatakarzinoms.
Unter der Moderation von Lothar Stock, dem Vorsitzenden der BPS-Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe Siegen, gab es am Schluss der Veranstaltung noch ein Arzt-Patienten-Seminar. Hier hatten Betroffene, deren Angehörige und alle interessierten Laien die Möglichkeit, den anwesenden Ärzten Fragen zu ihrer eigenen Erkrankung zu stellen und so auch eine Zweitmeinung zu erhalten.

Insgesamt war diese Großveranstaltung für alle Beteiligten bereichernd. Traditionsgemäß wird deshalb auch im nächsten Jahr das 13. Prostata-Symposium stattfinden.

Das „Kompetenznetz Prostata“ unter der Leitung von Dr. Peter Weib ist ein Netzwerk, in dem Mediziner umfangreiche diagnostische und therapeutische Möglichkeiten anbieten. Das Zentrum erstreckt sich über die Regionen Südwestfalen,
Mittelhessen, Oberbergischer Kreis und Westerwald und behandelt Patienten mit Prostatakrebs in allen Stadien sowie Prostataentzündungen und Blasenentleerungsstörungen bei gutartigen Prostataerkrankungen.


 
Abteilung Presse & Kommunikation
Diakonie in Südwestfalen
 

Ansprechpartner

 
Blazenka Sokolova, B.A.
Trainee
 
 
0271 333 6571
 

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