Presse & Kommunikation
 Telefonliste
Notruf Polizei
Telefon: 110

Notruf Feuerwehr/Rettungsdienst
Telefon: 112

Giftnotruf NRW
Telefon: 02 28 1 92 40

Telefonseelsorge
Telefon: 08 00 111 0 111

Jung-Stilling-Krankenhaus Wichernstraße 40 57074 Siegen
Postanschrift
Telefon: 02 71 33 3-3 Wichernstraße 40
Telefax: 02 71 33 3-49 96 57074 Siegen

Krankenhaus Bethesda
Postanschrift
Telefon: 0 27 34 2 79-0 Euelsbruchstr. 39
Telefax: 0 27 34 2 79-48 22 57258 Freudenberg

Ev. Krankenhaus Elsey in Hohenlimburg
Postanschrift
Telefon: 0 23 34 9 84-0 Iserlohner Str. 43
Telefax: 0 23 34 9 84-355 58119 Hagen

Krankenhaus Kredenbach
Bernhard-Weiss-Klinik
Postanschrift
Telefon: 0 27 32 2 09-0 Dr. Stelbrink-Str. 47
Telefax: 0 27 32 2 09-498 57223 Kreuztal

  <- Zurück zu: Home 


Neurochirurg Dr. Peter Vomhof riet bei seinem Vortrag, in der Cafeteria des Diakonie Klinikums Jung-Stilling, zur regelmäßigen körperlichen Aktivität um Rückenschmerzen zu verhindern.


    




    Diese News

      Druckversion erstellen
      direkt als PDF-Version
    

 
02.02.16

Aktivität stärkt Rücken

„Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten beklagten Schmerzen in der Arztpraxis“, sagte Dr. Peter Vomhof, Facharzt für Neurochirurgie, vom Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen. In der Cafeteria informierte er rund 70 Zuhörer über Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten bei Rückenschmerzen.  
Mediziner teilen die Ursachen von Rückenschmerzen in zwei Arten ein: Spezifisch sind sie, wenn beispielsweise Wirbelkörperbrüche, -infektionen oder -tumore zugrunde liegen. Lassen sich keine organischen Veränderungen finden, handelt es sich um unspezifische Rückenschmerzen. „Diese machen etwa 85 Prozent aus und sind prinzipiell harmlos. Um chronische Schmerzen und häufige Rückfälle zu vermeiden, sollten sie aber dennoch konsequent behandelt werden“, riet der Neurochirurg.
Um spezifische von unspezifischen Schmerzen zu unterscheiden, behelfen Ärzte sich mit einem sogenannten Flaggenmodell. Rote Flaggen stehen für Symptome, die auf eine spezifische Ursache mit dringlichem Behandlungsbedarf hinweisen. Dazu zählen unter anderem eine Krebserkrankung, kürzlich aufgetretenes Fieber oder ein Unfall in der Vorgeschichte. Gelbe Flaggen beziehen sich auf psychosoziale Risikofaktoren wie Konflikte und Unzufriedenheit am Arbeitsplatz oder Depressionen.
Das Vorliegen von roten und gelben Flaggen wird jeweils während des Prüfens der Krankengeschichte und der körperlichen Kontrolle vom Arzt erhoben.
„Ergeben sich Hinweise auf rote Flaggen, sollte eine bildgebende Diagnostik erfolgen. Dabei ist eine Magnetresonanztomographie (MRT) das Mittel der ersten Wahl“, so Vomhof.
Können rote Flaggen ausgeschlossen werden, ist es zunächst nicht nötig, eine Diagnostik einzuleiten. Insbesondere eine Röntgenuntersuchung der Wirbelsäule sei in diesem Fall laut Vomhof überflüssig.
Das wichtigste Behandlungsziel ist eine schnelle Wiederaufnahme der körperlichen Aktivität. Um dies zu erreichen, ist eine angepasste Therapie mit Schmerzmitteln, in der Regel mit Entzündungshemmern, notwendig. Vomhof betonte, dass diese am besten in Tablettenform eingenommen werden sollten. Spritzen und Infusionen als Alternativtherapie seien mit erhöhten Risiken verbunden.
Abschließend erläuterte der Facharzt die Beschwerden, die durch einen Bandscheibenvorfall ausgelöst werden können. „Dabei entstehen Schmerzen, die entlang einer sogenannten Straße ins Bein ausstrahlen“. Auch hier wird zunächst eine sechswöchige Schmerztherapie durchgeführt. Ist diese nicht erfolgreich, kann eine Operation in Frage kommen. Bei auftretenden Lähmungen darf ein chirurgischer Eingriff nicht unnötig aufgeschoben werden. „Dieser ist jedoch nur bei einer Minderheit der Patienten erforderlich.
Der erfolgreichste Weg, Rückenschmerzen zu verhindern, ist regelmäßige körperliche Aktivität. Dabei genügen zu Beginn schon kleine Veränderungen im Alltag. Dr. Vomhof empfahl: „Nehmen Sie die Treppe statt den Aufzug oder steigen Sie beim Busfahren eine Station eher aus und gehen Sie den Rest der Strecke zu Fuß.“


 
Abteilung Presse & Kommunikation
Diakonie in Südwestfalen
 

Ansprechpartner

 
Blazenka Sokolova, B.A.
Trainee
 
 
0271 333 6571
 

     RSS-Newsfeed

    Hier können Sie die aktuellen
    Meldungen auch als RSS abonieren