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26.01.16

Bei Verdacht auf Schlaganfall sofort 112 wählen

In einer Stadt mit der Größe Siegens erleiden pro Jahr etwa 200 Menschen erstmals einen Schlaganfall. „Treffen kann es jeden“, warnte Dr. Andreas Müller, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie. Der Mediziner informierte im Hörsaal des Diakonie Klinikums Jung-Stilling in Siegen über Risiken eines Schlaganfalls und vorbeugende Maßnahmen.

Der Schlaganfall ist in Deutschland nach Herzinfarkt und Krebs die dritthäufigste Todesursache. Dabei fällt ein Gehirnbereich infolge einer akuten Durchblutungsstörung aus. Es wird zwischen einer Hirnblutung durch einen Gefäßeinriss (20 Prozent) und einem Hirninfarkt durch einen Gefäßverschluss (80 Prozent) unterschieden. Eine besonders tückische Form ist die sogenannte Transitorische Ischämische Attacke (TIA), eine Durchblutungsstörung des Gehirns. Auch wenn die Symptome dabei nach 24 Stunden wieder verschwinden, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen. Denn wer schon mal von einer TIA betroffen war, hat ein deutlich erhöhtes Risiko, später einen kompletten Hirninfarkt zu bekommen.

„Bemerken Sie bei sich selbst oder bei Anwesenden typische Symptome, die auf einen Schlaganfall hindeuten, muss sofort ein Rettungswagen gerufen werden. Mit jeder Minute, in der nicht behandelt wird, vergrößert sich der Schaden im Gehirn“, sagte Müller. Häufige Anzeichen sind halbseitige Lähmungen, Taubheitsgefühle an Körper und Gesicht sowie Seh-, Sprach- und Schluckstörungen. Aus Erfahrung weiß Müller, dass Betroffenen oft plötzlich etwas aus der Hand fällt, ein Mundwinkel herabhängt oder ein Auge erblindet.
Wird der Patient innerhalb der ersten drei Stunden nach dem Schlaganfall behandelt, besteht noch eine Chance, dass der Gefäßverschluss aufgelöst werden kann. Im Anschluss wird der Patient auf gelähmte Körperteile und andere typische Symptome untersucht. Außerdem wird eine Computertomographie vom Schädel gemacht, um zu unterscheiden, ob es sich um einen Hirninfarkt oder eine Hirnblutung handelt. Im Falle eines Infarkts werden zusätzlich ein Ultraschall der Halsschlagader, des Herzens und ein EKG durchgeführt. Je nach Stadium des Schlaganfalls wird der weitere Therapieverlauf entschieden. In manchen Fällen wird sofort operiert, um das hirnversorgende Blutgefäß mit einem Stent wieder zu öffnen. In anderen Fällen kann es aber auch sinnvoll sein, mit einer Operation solange zu warten, bis der Patient sich weitestgehend von dem Hirnschlag erholt hat. Nach der Therapie ist es wichtig, Risikofaktoren zu reduzieren. Hat der Betroffene erst einmal einen solchen Infarkt erlitten, ist das Risiko einer erneuten Attacke bis zu neun Mal höher als bei einem gesunden Menschen.
Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden steigt mit fortschreitendem Alter stark an. 65- bis 74-Jährige haben ein 6,5-fach höheres und 75- bis 80-Jährige bereits ein 12-fach höheres Risiko. Die meisten Risikofaktoren seien aber beeinflussbar, so Dr. Müller. Insbesondere Bluthochdruck, Stress, Rauchen, zu wenig Sport und ungesundes Essen. „Am besten sollte jeder schon früh mit einer gesunden Lebensweise beginnen, damit es gar nicht erst soweit kommt. Wenn bereits Krankheiten wie verkalkte Gefäße (Arteriosklerose) vorliegen, sollten Betroffene mit regelmäßigen Blutdruckkontrollen und Medikamenten vorbeugen“, sagte der Mediziner seinen Zuhörern.

 
Abteilung Presse & Kommunikation
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