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Chefarzt Dr. Andreas Müller erläuterte im Diakonie Klinikum Jung-Stilling, welche Gefahren ein Bauchaorten-Aneurysma mit sich bringen und wie es behandelt werden kann.


    




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09.12.15

Risiko Bauchschlagader – eine tickende Bombe

Als „vernichtenden Schmerz, der große Angstzustände auslöst“ bezeichnete Dr. Andreas Müller das Gefühl eines geplatzten Bauchschlagader-Aneurysmas. Beim Patientenforum „Wenn die Gefäße dicht machen“ referierte der Chefarzt der Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie im Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen über die Krankheit, worunter eine Aussackung an der Bauchschlagader (Aorta) zu verstehen ist. Der spindel- oder sackförmige Zuwachs entsteht, wenn sich die Gefäßwand ausbuchtet oder weitet.
„Der berühmte Physiker Albert Einstein starb daran“, erzählte Müller. „Das Aneurysma schlummert wie eine tickende Bombe im Bauch, weil es jederzeit platzen und der Leidtragende innerlich verbluten kann. Nur jeder Fünfte überlebt in diesem Fall.“ Eine schnelle Diagnose und Therapie sind deshalb lebensnotwendig. Betroffene haben lange Zeit keine Symptome. Wenn sich das Aneurysma jedoch stark ausdehnt, können Magen- oder Rückenschmerzen sowie Brustspannungen entstehen. Aussackungen werden oft während einer medizinischen Routineuntersuchung, wie beim Röntgen, entdeckt. Eine Ultraschall-Kontrolle dient zur Erstdiagnose. Liegt ein Aneurysma vor, ist eine Computertomographie (CT) der nächste Schritt. Sie gibt Aufschluss über die Größe des Zuwachses. Ist er kleiner als vier Zentimeter, reicht eine jährliche, bei vier bis fünf Zentimetern eine halbjährliche Kontrolle. Alles was darüber liegt, muss chirurgisch behandelt werden.

Bei einer sogenannten offenen Operation wird unter Vollnarkose ein Bauchschnitt gemacht. Dabei klemmen Chirurgen die Aorta oberhalb und unterhalb der Aussackung ab, schneiden die Bauchschlagader längs auf und setzen eine Gefäßprothese ein. „Für Herzpatienten birgt das Risiken, da das Herz dabei stark beansprucht wird“, erklärte Müller. Die Alternative ist eine durch Draht verstärkte Gefäßstütze (Stent), die auch unter örtlicher Betäubung über eine Leistenarterie eingesetzt wird, um das Aneurysma vom Blutstrom zu trennen. „Dieser Eingriff dauert oft kürzer als eine offene Operation und ist weitaus schonender. Welches Verfahren das Beste für den jeweiligen Patienten ist, muss individuell abgewogen werden“, so Müller. Eine gezielte Vorbeugung ist schwierig. Wichtig sind ein gesunder Lebensstil, ausreichend Bewegung, mäßiger Alkoholgenuss und das Senken des Übergewichts.
Ein Bauchschlagader-Aneurysma kommt bei 4 bis 8 Prozent der über 60-jährigen Männer vor, während es bei Frauen nur 0,5 bis 1 Prozent sind. Risikofaktoren sind unter anderem Rauchen, Bluthochdruck, hohes Lebensalter sowie Fett- und Kalkablagerungen in Blutgefäßen (Arteriosklerose).

 
Abteilung Presse & Kommunikation
Diakonie in Südwestfalen
 

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