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Las auf Einladung des Brustzentrums Siegen-Olpe aus ihrem Buch vor, Dr. Petra Zahrt im Kreis der Chefärzte der kooperierenden Frauenkliniken im Brustzentrum (von links): Dr. Volker Müller vom Diakonie Klinikum Jung-Stilling Siegen, Dr. Jürgen Schwickerath vom St. Martinus-Hospital Olpe, Dr. Badrig Melekian vom St. Marien-Krankenhaus Siegen.


    




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07.12.15

"Das Leben als Chance begreifen"

Kurz vor ihrem 44. Geburtstag schlägt das Schicksal knallhart zu: Brustkrebs lautet die Diagnose. Was sie danach erlebt, hat die Kölner Journalistin und PR-Beraterin Dr. Petra Zahrt in ihrem Buch „Auf den zweiten Blick“ beschrieben. Aus diesem las sie auf Einladung des Brustzentrums Siegen-Olpe im Kulturhaus Lyz in Siegen vor. Ihr Rat an Betroffene: Das Leben als Chance begreifen und wo das nicht geht, es annehmen. Das Brustzentrum Siegen-Olpe ist eine Kooperation der Frauenkliniken im Diakonie Klinikum Jung-Stilling und St. Marien-Krankenhaus in Siegen sowie im St. Martinus-Hospital Olpe.
Ursprünglich plante Zahrt das Buch als Fotodokumentation. „Es war morgens um 4.30 Uhr im Krankenhaus nach der dritten und letzten Operation“, erinnerte sich die Autorin. „Nach langen Wochen des Überlegens hatte ich plötzlich das Gefühl – daraus machst du jetzt was.“ Sie stand auf und bat die Nachtschwester um ein Foto. Im Laufe der nächsten Wochen und Monate kamen weitere Fotos dazu, von ihr selbst, Krankenhausfluren und Urlaubsaufenthalten am Meer. Weil ihr die Fotos nicht ausreichten, um das Erlebte zu dokumentieren, begann sie Interviews mit Ärzten, Freunden und der Familie zu führen.
So entstand das Buch „Auf den zweiten Blick“, aus dem sie den aufmerksamen Zuhörern im Lyz eine Stunde lang vorlas. Der Titel des Buches hält dabei was er verspricht – die Autorin schaute immer wieder zweimal hin: In den Spiegel, nachdem sie sich vor der Chemotherapie die Haare abrasieren ließ und in dem sie erst auf den zweiten Blick erkannte, dass sie noch sie selbst ist. Aber auch auf die Krankheit und was sie mit ihr gemacht hat, warf sie einen zweiten Blick. Nach der Diagnose folgten Operationen, Chemo- und Strahlentherapie sowie psychoonkologische Betreuung und Reha. „Das komplette Programm.“ Eindrücklich beschreibt die Autorin, wie die Krankheit sie eingeschränkt hat, vor allem die Angst. „Es sind mein Kopf und meine Seele, die nicht zur Ruhe kommen.“ Auch Wut mischte sich in ihre Gedanken. Aber auf den zweiten Blick entdeckte Petra Zahrt immer wieder auch Freiräume und beschreibt Veränderungen und Experimente, die ihr geholfen haben mit der Krankheit umzugehen. „Nie zuvor habe ich einen solchen Drang nach Veränderung gespürt. Ich mache Sport, habe meine Ernährung umgestellt und bin sensibler für meine und die Bedürfnisse der Menschen, die mir wichtig sind.“ Das Leben gehe weiter. „Manches deutlich schlechter, manches unverändert, manches aber auch besser“, fasst die Autorin die Zeit zusammen, die sie nicht wollte, aber angenommen und bewältigt hat.
Dieser Kampfgeist kommt vor allem in zwei Zitaten im Buch zum Ausdruck. „So ist das Leben“ – dieser Satz ihrer Mutter, der im Buch mehrmals auftaucht und der damit korrespondierende Rat eines Psychoonkologen: „Seien Sie krisenfreundlich. Ich kann durch Krisenfreundlichkeit nicht verhindern, dass ich absaufe, durchgerüttelt werde, aber ich komme besser durch, weil ich mich nicht dagegen wehre.“ Dass sich Petra Zahrt dieses Bewältigungsmuster zu Herzen genommen hat, ist an diesem Abend in Siegen deutlich zu spüren.  

Mit rund 70.000 Diagnosen im Jahr ist Brustkrebs bei Frauen in Deutschland die häufigste Krebserkrankung. Doch im Gegenzug können immer mehr betroffene Frauen, Dank neuer Behandlungsmethoden mit einer dauerhaften Heilung rechnen, wenn die Behandlungskonzepte individuell abgestimmt werden. Im Brustzentrum Siegen-Olpe arbeiten deshalb Spezialisten aus verschiedenen Fachabteilungen zusammen und betreuen, pflegen und operieren jährlich über 450 neu erkrankte Frauen.

 
Abteilung Presse & Kommunikation
Diakonie in Südwestfalen
 

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