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Unter dem Motto „Herz in Gefahr“ informierten Kardiologe Dr. Werner Meyners (links) und Günter Nöll (rechts) von der Deutschen Herzstiftung im Diakonie Klinikum Jung-Stilling über Risiken und Behandlungsmöglichkeiten der koronaren Herzkrankheit.


    




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02.12.15

Risiko für einen Herzinfarkt selbst verringern

Die Kranzgefäße versorgen das Herz mit sauerstoffreichem Blut und Energie liefernden Nährstoffen. Im Laufe des Lebens können sich diese Gefäße verengen. Bei einem akuten Verschluss (Infarkt) sterben Herzmuskelzellen ab – Betroffene schweben in Lebensgefahr. „Jede Minute zählt“ – warnte Kardiologe Dr. Werner Meyners in seinem Vortrag „Herz in Gefahr – Koronare Herzkrankheit und Infarkt“ im Hörsaal des Diakonie Klinikums Jung-Stilling in Siegen. Informieren, aufklären und Ängste nehmen – Im Rahmen der bundesweiten Herzwochen, die jährlich von der Deutschen Herzstiftung veranstaltet werden, erklärte der Oberarzt der Inneren Medizin wie Betroffene Alarmzeichen erkennen und das Risiko verringern können.
Bis es zum Ereignis Herzinfarkt kommt, haben sich meist über mehrere Jahre in einem schleichenden Prozess Kalk und Fett, sogenannte Plaques, an den Gefäßwänden abgelagert. Die Arterien  verengen  und der Blutfluss ist zunehmend gestört. Mediziner sprechen dann von einer koronaren Herzkrankheit (KHK). Weitere Ursachen können Gefäßkrämpfe oder krankhafte Durchblutungsstörungen der kleinen Blutgefäße sein. Das in den Arterien abgesetzte Plaque kann plötzlich an der Oberfläche aufreißen und das Gefäß akut verschließen. „So weit muss es nicht kommen, denn 80 bis 90 Prozent der Fälle sind auf den Lebensstil zurückzuführen: Bewegungsmangel, Übergewicht, fettige und salzhaltige Lebensmittel, Rauchen und Stress sind Risikofaktoren, die jeder selbst beeinflussen kann“, betonte Meyners. Nicht beeinflussbare Risiken seien aber das Alter, familiäre Vorbelastung und das Geschlecht. Sind der Sauerstoffbedarf des Herzmuskels und das Sauerstoffangebot der Gefäße im Ungleichgewicht, treten Beschwerden auf. Typisch sind Schmerzen hinter dem Brustbein oder auch Brustenge (Angina pectoris). „Der Schmerz wird häufig als schneidend oder brennend bezeichnet und kann bis in Arme, Hals, Nacken und Bauch ausstrahlen“, schilderte Meyners. Bei der Therapie komme es darauf an, die Beschwerden zu lindern, die Lebensgewohnheiten zu ändern und mit der Einnahme von Medikamenten Risikofaktoren wie Diabetes oder Bluthochdruck zu kontrollieren. „Die koronare Herzkrankheit ist gefährlich, Patienten sollten sich der Risiken bewusst sein. Wird sie jedoch rechtzeitig erkannt und behandelt, ist ein Leben ohne große Einschränkungen möglich.“ Meyners empfiehlt, sich fünf Mal pro Woche 30 Minuten zu bewegen: Laufen, Wandern, Spazierengehen, Gartenarbeit oder Tanzen. Außerdem wichtig sei mit dem Rauchen aufzuhören und Stress zu reduzieren. „Der Speiseplan kann sich an der Mittelmeerküche orientieren, die mit viel Gemüse und Fisch eine gesunde Basis bietet.“
Kommt es doch zu einem Infarkt, ist es wichtig, dass Betroffene und Angehörige die Alarmzeichen richtig deuten und unverzüglich den Notarzt rufen. Betroffene haben starke Schmerzen hinter dem Brustbein und auf der linken Brustseite, die bis in die Arme, Rücken, Hals und Oberbauch ausstrahlen können. Diese werden häufig begleitet von Atemnot, Blässe, Übelkeit, Schweiß, Engegefühl, Unruhe und Angst. Wird der Blutfluss nicht innerhalb von zwei bis drei Stunden wieder hergestellt, sterben die Herzmuskelzellen ab und das Herz nimmt bleibenden Schaden. „Wichtig ist daher, vom Notarzt unverzüglich in ein Herzkatheterlabor begleitet zu werden, wo das verschlossene Gefäß sofort mit einem Stent wieder durchgängig gemacht wird“, so Meyners.

 
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