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25.11.15

Volkskrankheit Sodbrennen

Mit zunehmendem Wohlstand steigt auch die Anzahl der Reflux-Erkrankungen, die im Volksmund vereinfacht als Sodbrennen bezeichnet werden. Unter der Leitung von Prof. Dr. Joachim Labenz und Prof. Dr. Frank Willeke sowie einem interdisziplinärem Team aus Fachärzten findet am Donnerstag, dem 3. Dezember um 18 Uhr im Kleinen Theater des Lyz der 2. Siegerländer Reflux-Tag statt. Die Besucher erhalten einen detaillierten Überblick über die aktuellen Fortschritte in Diagnostik und Therapie dieser Erkrankung. Im Anschluss der Vorträge besteht Gelegenheit, die eigene Symptomatik zu diskutieren. „Die Reflux-Erkrankung ist eindeutig eine Volkskrankheit. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, die keinesfalls bagatellisiert werden darf. Sie beeinträchtigt oft die Lebensqualität erheblich“, stellt Prof. Dr. Joachim Labenz fest. Der Chefarzt aus dem Diakonie-Klinikum hatte vor genau einem Jahr gemeinsam mit seinem Chefarzt-Kollegen Prof. Dr. Frank Willeke aus dem St. Marien-Krankenhaus Siegen das Reflux-Zentrum gegründet, für das mittlerweile acht Fachärzte aus unterschiedlichen Disziplinen partnerschaftlich tätig sind. „Als spezialisiertes Zentrum beschäftigen wir uns intensiv mit der Diagnostik und Therapie von Patienten, die oft einen langen Leidensweg hinter sich haben“, so Prof. Willeke. Jeder fünfte Bürger in Deutschland hat mindestens einmal im Jahr Reflux-Beschwerden. Mehr als 10 Prozent der Bevölkerung leidet chronisch hierunter. Die hartnäckigen Symptome wie Sodbrennen und bitterer Geschmack sind vielfach bekannt und geben häufig Anlass zur Selbstmedikation. Die Symptome können sich auch durch einen dumpfen Schmerz oder Druck hinter dem Brustbein bemerkbar machen. „Dies hängt häufig mit Art und Menge der Nahrung zusammen und tritt sogar während der Schlafperioden auf. Mitunter werden diese Beschwerden als Herzleiden fehlgedeutet“, weiß Dr. med. Gisela Labenz zu berichten. Die Ärztin stand mit Patin bei der Gründung des Reflux-Zentrums auf der Lipper Höhe. Erschwerend wirkten sich Schluckstörungen, morgendliche Heiserkeit und chronisch vermehrtes Aufstoßen aus. Diese können bis zu chronischem Husten, Bronchitis, Lungenentzündung und Asthma führen. In seltenen Fällen würden auch chronische Hals-, Zahnfleisch- und Mittelohrentzündungen ausgelöst. Darüber hinaus gebe es eine Vielfalt von weiteren Symptomen und Beschwerden, die mitunter auch von Ärzten fehlinterpretiert würden. „Oft leiden Frauen im zweiten oder dritten Drittel einer Schwangerschaft unter Sodbrennen. Hier sollte die Einnahme von Medikamenten immer kritisch hinterfragt werden“, so die Ärztin. Leichte Beschwerden klängen dann gewöhnlich durch eine Umstellung der Lebensgewohnheiten, etwa durch Anpassung der Nahrungsqualität ab. Ein geringfügiger Rückfluss zum Beispiel nach fettigen Speisen sei normal und in aller Regel harmlos. Erst die krankhafte Form des Sodbrennens heißt Reflux-Krankheit und bezeichnet eine entzündliche Erkrankung der Speiseröhre, welche unter Umständen sogar zu Krebs führen kann. Komplikationen zeichnen sich etwa durch Blutungen, Geschwüre und Verengungen (Stenosen) im Bereich des Übergangs von Speiseröhre und Magen aus. Nach einer Magenspiegelung, zum Ausschluss von schwerwiegenden oder bösartigen Veränderungen, wird die Behandlung medikamentös eingeleitet und ist in vielen Fällen ausreichend. Bei hartnäckigen Befunden oder bei Unverträglichkeiten kann und sollte eine operative Korrektur der Muskelschwäche im gastroösophagealen Übergang empfohlen werden. Auch der Einsatz von sogenannten Magenschrittmachern ist eine erfolgversprechende Option. Diese Eingriffe werden heutzutage minimal invasiv, als sogenannte Schlüssellocheingriffe durchgeführt. Das Reflux-Zentrum Siegerland bildet das gesamte Versorgungsspektrum ab und greift auf die Expertise unterschiedlicher Fachrichtungen zurück. Es ist eines der ersten spezialisierten Zentren dieser Art in Deutschland.
 
Abteilung Presse & Kommunikation
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