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Markus Düsterweg (rechts), Verwaltungsleiter im Diakonie Klinikum Bethesda, eröffnete den 7. Freudenberger Gelenktag. Die Chirurgen Dr. Patrick Sweeney, Dr. Birgit Schulz, Dr. Marius Passon und Professor Dr. Gereon Börsch, Chefarzt für Innere Medizin im Diakonie Klinikum Kredenbach, referierten über Knieleiden und Therapien.


    




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20.11.15

Experten tauschten sich über das Knie und seine Leiden aus

Das Knie ist das größte und komplizierteste Gelenk des menschlichen Körpers. Der 7. Freudenberger Gelenktag machte klar, eine erfolgreiche Kniebehandlung fordert von Medizinern Fingerspitzengefühl, Erfahrung und Weitblick. Rund 80 Besucher aus verschiedenen medizinischen Arbeitsbereichen besuchten den Freudenberger Gelenktag im Haus der Siegerländer Wirtschaft in Siegen. Beim Informationsabend rund ums Knie widmeten sich leitende Chirurgen aus dem Diakonie Klinikum Bethesda in Freudenberg sowie ein Experte für Innere Medizin vom Diakonie Klinikum Kredenbach den Fortschritten als auch den Herausforderungen bei der Behandlung von Kniekrankheiten.
Dr. Birgit Schulz, Oberärztin für Unfall- und orthopädische Chirurgie, beschäftigte sich beispielsweise mit neuen Therapien beim vorderen Kreuzbandriss. Das vordere Kreuzband gehört zu den wichtigsten Stabilisierungsbändern im Kniegelenk und verhindert, dass sich der Unterschenkel gegenüber dem Oberschenkel nach vorne verschiebt. „Sportarten mit schnellen Richtungswechseln wie Fußball haben die größte Rate für Kreuzbandverletzungen“, erklärte Schulz. Ein Riss macht das Knie instabil. „Eine operative oder konservative Kniebehandlung hängt von vielen individuellen Faktoren ab. Es gibt nicht die eine Methode, alle haben ihre Vor- und Nachteile“, so die Medizinerin. Arthroskopische Operationsverfahren beim Ersatz des Kreuzbandes sind schonend – mit kleinen Schnitten, weniger Schmerzen und einem besseren kosmetischen Ergebnis. „Vor allem sportlich aktive Patienten profitieren, weil sie schneller mit Aufbautraining beginnen können.“ Das Alter und die sportliche Aktivität der Patienten spielen eine große Rolle.
Dr. Patrick Sweeney, Chefarzt für Unfall- und orthopädische Chirurgie, sprach über den künstlichen Kniegelenksersatz bei schwieriger Ausgangssituation, wie zum Beispiel bei einem Prothesenwechsel.
 „Im Vorfeld muss eine gute Planung und eine sorgfältige Diagnostik erfolgen, um für Patienten die richtige Prothese zu finden.“ So kann bei einem größeren Knochendefekt, instabilen Bändern oder ausgeprägten Fehlstellungen eine gekoppelte Prothesenform erforderlich sein. Gelegentlich auch mit Teilersatz des gelenknahen Ober- und/oder Unterschenkels. „Jeder Patient ist individuell und die Therapie muss entsprechend angepasst werden“, betonte Sweeney.
Dr. Marius Passon, Chefarzt für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, beleuchtete das Knie von hinten und referierte zu Gefäßkrankheiten in der Kniekehle: „Wir arbeiten mit einem völlig anderen Gewebe. Die Kniekehle ist spannend für uns Gefäßchirurgen. Im Bein verlaufen wichtige Arterien, die in der Kniekehle besonders beansprucht werden. Werden sie zu sehr strapaziert, können in den Venen der Kniekehle auch Thrombosen entstehen.“ Beim Gehen, Laufen, Springen oder Tanzen sind die Gefäße der Kniekehle starken Belastungen ausgesetzt – sie biegen, dehnen, stauchen oder drehen. „Neue flexible Stents, die in Gefäßen platziert werden und diese offen halten, können diese natürlichen Bewegungen nachahmen. Durch die besondere Drahttechnologie erreichen sie ein Höchstmaß an Stärke und Flexibilität. So sind selbst anspruchsvolle Beinaktivitäten wieder schmerzfrei möglich.“
Professor Dr. Gereon Börsch, Chefarzt für Innere Medizin im Diakonie Klinikum Kredenbach, rundete den Abend mit einem Appell ab: „Bei Patienten mit einer Vielzahl von Beschwerden muss das Problem an der Wurzel behandelt werden und nicht jedes einzelne Symptom.“ Effizientes und erfolgreiches Denken gelinge, so Börsch, wenn Ärzte sich das Sparsamkeitsprinzip von Wilhelm von Ockham, ein englischer Philosoph aus dem Mittelalter, vor Augen hielten. Das Prinzip „Pluralität sollte nicht ohne Notwendigkeit angenommen werden“, könne auch auf die tägliche medizinische Arbeit übertragen werden.
Markus Düsterweg, Verwaltungsleiter im Diakonie Klinikum Bethesda, freute sich bei seiner Eröffnungsrede über den Erfolg der Freudenberger Gelenktage. „Die zahlreichen Besucher zeigen, dass Interesse da ist und sich die Veranstaltung in Siegen etabliert hat.“

 
Abteilung Presse & Kommunikation
Diakonie in Südwestfalen
 

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