Diakonische Altenhilfe

Ethik in der Diakonischen Altenhilfe
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Das Leitbild der Diakonischen Altenhilfe beschreibt, dass „wir die Würde, Individualität und Selbstbestimmung jedes Menschen achten“ und „wir uns in  unserer Pflege und Betreuung an den individuellen Bedürfnissen des Menschen orientieren.“ Uns geht es in erster Linie darum, das Wohlbefinden und Wohlergehen der Bewohner zu fördern – also, den letzten Lebensabschnitt lebenswert zu machen.

Bei einer Pflege und Betreuung mit dieser Zielsetzung stellen sich tagtäglich ethische Fragen. Auf der einen Seite stehen die Selbstbestimmung und die Bedürfnisse des Bewohners im Mittelpunkt, auf der anderen Seite sind bestimmte Pflegevorgaben und organisatorische Rahmenbedingungen zu erfüllen. Alle Beteiligten - Pflegemitarbeiter, Bewohner, Angehörige -  handeln, denken und arbeiten mit ihren je eigenen Vorstellungen und Gefühlen. Angewandte Ethik versucht, die verschiedenen Bedürfnisse und Vorstellungen in Einklang zu bringen.

Was ist Ethik?

„Ethik ist...“ – das Nachdenken über drei Grundfragen:

  • die Frage nach dem guten und glücklichen Leben
  • die Frage nach dem gerechten Zusammenleben
  • die Frage nach dem verantwortlichen Handeln


Diese Fragen klingen schlicht und anspruchsvoll zugleich.
Darin stecken große Themen wie Menschenwürde, Autonomie, Freiheit – darin kommen aber auch die ganz „normalen“ Bedürfnisse von ganz „normalen“ Menschen zum Ausdruck.
In Pflege und Betreuung wird vor der Folie der großen ethischen Themen die „kleine Ethik des Alltags“ erlebt und gestaltet.
Dabei geht es darum, Bedürfnisse von allen Beteiligten zu erkennen und die entstehenden Widersprüche und Dilemmata zu verstehen und gemeinsam zu bearbeiten.

In den Einrichtungen der Diakonischen Altenhilfe werden täglich ethische Fragestellungen reflektiert. Drei Beispiele sollen ein Verständnis ermöglichen:

  • Wie gehen wir mit der Nahrungsverweigerung einer alten Frau um, die sich im fortgeschrittenen Stadium einer Demenz befindet?
    Pflegekräfte, Angehörige und der Hausarzt setzen sich zusammen, um in einer ethischen Fallbesprechung eine Haltung zu finden, mit der alle gut leben können.

  • Wie können Menschen in einer Demenz spirituell begleitet werden?
    Besondere Gottesdienstformen versuchen dieses Bedürfnis aufzunehmen. Dazu bedarf es der Zusammenarbeit des Seelsorgers mit den geronto-psychiatrischen Fachkräften.

  • Wie kann nach dem Versterben eines Bewohners ein würdevoller Abschied gestaltet werden?
    Im Sterbezimmer wird eine Aussegnungsfeier gestaltet, die Mitarbeitern und Angehörigen die Möglichkeit zum Abschiednehmen in der  Pflegeeinrichtung gibt.

Unsere Ethikbeauftragten nehmen ethische Fragen in den Einrichtungen wahr, regen den Austausch darüber an und entwickeln Konzepte, um ethische Anliegen im Pflegealltag bearbeiten zu können.