Diakonische Altenhilfe

Checkliste - Auf der Suche nach einer passenden Einrichtung
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Telefax: 0 27 32 2 09-498 57223 Kreuztal



Diese Anleitung orientiert sich an dem Fragenkatalog „Auf der Suche nach einem Heim für demenzkranke Angehörige“, der von der Fachgruppe Gerontopsychiatrie des sozialpsychiatrischen Verbundes der Region Hannover erarbeitet wurde.

Darauf sollten Sie achten:

Der Umzug in eine Altenpflegeeinrichtung ist immer ein schwerer Entschluss. Es stellt sich die Frage: „Welche Einrichtung ist die Richtige?“

Die perfekte Einrichtung, die allen Wünschen und Vorstellungen entspricht, gibt es nicht. Diese Checkliste soll Ihnen bei Ihrer Entscheidungsfindung helfen. Die Fragen sind Tipps und Ratschläge die Ihnen helfen, den „richtigen“ Blick für das zukünftige Zuhause Ihres Angehörigen zu bekommen.

Lage der Einrichtung

  • Soll, will der Angehörige in der jetzigen Umgebung bleiben (soziale Kontakte erhalten, Hobbys)?
  • Soll, will der Angehörige in die Nähe von Angehörigen ziehen?
  • In welcher Umgebung sollte sich die Einrichtung befinden (Einbindung in Ortsteil /  Waldrand)?
  • Ist die Einrichtung durch öffentliche Verkehrsmittel gut erreichbar?

Erstkontakt mit der Einrichtung

Bei dem Erstkontakt sollten Sie möglichst viele Informationen über den neuen Bewohner an die Einrichtungsleitung, Pflegedienstleitung oder den Mitarbeitern auf dem Wohnbereich weitergeben. Das unterstützt die Pflege und den Umgang.

  • Erleben Sie bei den Mitarbeitern Verständnis für Ihre persönliche Situation (z. B. Trennung, Trauer, Schuldgefühle)?
  • Akzeptieren die Mitarbeiter, wenn Sie sich in der Pflege mit einbringen oder sich eher  zurückhalten möchten?
  • Wird vor dem Betreten des Zimmers angeklopft?
  • Sieht man den Räumen an, dass in ihnen gelebt wird?
  • Sind die Bewohner der Tageszeit entsprechend gekleidet?
  • Unterstützt die Einrichtung die Arbeit des Beirates oder des Vertretungsgremiums?

Kosten und Vertrag

  • Werden Sie durch die Einrichtung umfassend über Leistungen und Kosten informiert?
  • Bleibt genügend Zeit zur Prüfung des Heimvertrages?
  • Welche Zusatzleistungen bietet die Einrichtung und was kosten sie (z.B. Frisör, Fußpflege)?
  • Hat die Einrichtung einen Versorgungsvertrag mit der Pflegekasse, damit Sie die vollen Leistungen der Pflegeversicherung erhalten können?
  • Werden Sie bei den verschiedenen Anträgen zu Finanzierungsfragen unterstützt?
  • Welche Anträge müssen vor dem Einzug in die Einrichtung gestellt werden?

  • Gibt es Hausärzte, Fachärzte (Neurologen, Psychiater), Zahnärzte, die regelmäßig in der Einrichtung die Bewohner besuchen?
  • Wie ist die Medikamentenbeschaffung organisiert?
  • Ist durch die Einrichtung eine Begleitung zu Arztbesuchen außerhalb der Einrichtung sichergestellt?
  • Wer kümmert sich um die Instandhaltung / Wartung von Hilfsmitteln (z.B. Brille, Zahnprothese, Hörgeräte)?

Atmosphäre in der Einrichtung

Jede Einrichtung, und sei sie baulich noch so schön, ist lediglich so gut oder aber so schlecht, wie das Pflegepersonal. An ihm sollten Sie messen, ob diese Einrichtung die Richtige für Ihren Angehörigen ist.

  • Werden die Bewohner grundsätzlich mit „Sie“, „Herr“ bzw. „Frau“ angesprochen?
  • Wie ist die Sprache, die Wortwahl, auch Lautstärke und Tonfall?
  • Ist es den Pflegeteams wichtig, dass der einzelne Bewohner sich angenommen und geborgen fühlt, einen Platz im sozialen Gefüge innerhalb der Gruppe hat?
  • Zieht das gesamt Pflegepersonal an einem Strang? Ist das Miteinander der Pflegenden ausgeglichen?

Pflege und Betreuung

  • Werden neben den allgemeinen Personaldaten und medizinischen Daten auch die wesentlichen biographischen Informationen erfragt?
  • Können lebenslang gepflegte Gewohnheiten aufrecht erhalten werden (z. B. die Tasse Kaffee nach dem Mittagessen, der Apfel um 11 Uhr)?
  • Werden die Bewohner in den Tagesablauf mit einbezogen (z. B. Hilfe beim Kochen, Tisch decken, Wäsche falten, Staub wischen)?
  • Haben die Bewohner Freiraum zu eigenständigen Handlungen (z. B. Aus- und Umräumaktivitäten)?
  • Wird durch die Betreuung der Bewohner in Einzelarbeit oder Kleingruppen ein individuelles Eingehen auf den Einzelnen ermöglicht (immer / bei bestimmten Aktivitäten / nie)?
  • Sind die Beschäftigungsangebote den Fähigkeiten und Wünschen der Bewohner angepasst?
  • Wird zur Teilnahme an Aktivitäten motiviert und begleitet?
  • Gibt es ein Abendangebot bzw. Nachtangebot?
  • Welche kulturellen Angebote gibt es?
  • Finden Ausflüge / Spaziergänge in öffentlichen Grünanlagen statt?
    • gemeinsamer Einkauf
    • Cafebesuch
    • Kirchgang
  • Welche Stimulierung der Sinne wird bei Bettlägerigkeit geboten (z. B. wechselnde Bilder an den Wänden, Düfte, Musik, Bücher, Vorlesen, basale Stimulation)?
  • Sind Mobiles an der Decke befestigt?
  • Hängen Bilder in Sichthöhe des Bettes an der Wand?
  • Kann der Nachttisch niedrig gestellt werden, um dort Bilder oder sonstige Gegenstände zu platzieren?

Tagesrhythmus

Wie werden abweichende individuelle Bedürfnisse der Bewohner zum Tagesablauf berücksichtigt?

  • Mahlzeiten
  • Mittagsruhe
  • zu Bett gehen
  • Besuchszeiten

Räumliche Gestaltung

  • Gibt es einen Bereich für gerontopsychiatrisch erkrankte Bewohner?
  • Sind die Flure so gestaltet, dass die Bewohner in ihrem Bewegungsdrang nicht behindert sind?
  • Ist die Gebäudestruktur einfach und übersichtlich?
  • Sind insbesondere die Flure und auch die Wohnräume hell ausgeleuchtet? Ist die Einrichtung barrierefrei und rollstuhlgerecht gebaut?

Bei der Zimmerwahl ist zu beachten, dass sich im Verlauf einer gerontopsychiatrischen Erkrankung das Wesen verändert. Gerontopsychiatrisch erkrankte Menschen mit einer Neigung zu Aggressivität oder großer Unruhe sind besser in einem Einzelzimmer aufgehoben.

  • Einzel- oder Doppelzimmer?
  • Einzelzimmer ist sinnvoll, wenn bereits längere Zeit alleine geschlafen wurde.
  • Doppelzimmer ist sinnvoll, wenn der Bewohner an den „mitschlafenden“ Partner gewohnt ist.

 

Mahlzeiten

  • Ist die Einnahme von Mahlzeiten in Zeitkorridoren möglich (z. B. Frühstück: 8.00 – 9.30 Uhr)?
  • Können alle Bewohner ihren „kleinen Hunger“ nach Lust und Laune befriedigen? Sind auch außerhalb der Mahlzeiten Speisen und Getränke zu bekommen?
  • Werden individuelle Ernährungsgewohnheiten und -besonderheiten berücksichtigt (z. B. Nahrungsmittelallergien, kein Schweinefleisch)?
  • Kann zwischen verschiedenen Menüs gewählt werden?
  • Können Bewohner auf Wunsch ihr Essen alleine auf ihrem Zimmer einnehmen?
  • Sind für ein gemeinsames Mittagessen geeignete Gemeinschaftsräume vorhanden?

Sterbebegleitung

  • Wird die Begleitung und Betreuung in der letzten Lebensphase gestaltet?
  • Bleibt der Sterbende in seinem Zimmer oder kommt er in einen anderen Raum?
  • Können Angehörige aktiv in die Sterbebegleitung einbezogen werden?
  • Wird Angehörigen gestattet, mit im Zimmer zu übernachten?
  • Bietet die Einrichtung eine Zusammenarbeit mit Hospizhelfern an?