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Der Mensch will in jedem Alter Sinnstiftendes tun

13.06.2016

Sich als Rentner ehrenamtlich engagieren, auch im fortgeschrittenen Alter weiter im Beruf arbeiten oder sogar eine neue Ausbildung beginnen: Dass dies heutzutage für immer mehr Menschen ein Thema ist, greift der Dokumentarfilm „Sputnik Moment – 30 gewonnene Jahre“ von Produzentin Barbara Wackernagel-Jacobs und Regisseur Lukas Schmid auf. Das integrierte Gesundheits- und Sozialmanagement (iGuS) der Diakonie in Südwestfalen hat den Film nun im Viktoria Filmtheater in Hilchenbach-Dahlbruch vorgeführt. Barbara Wackernagel-Jacobs, in den 90er-Jahren SPD-Sozialministerin im Saaraland, erlebte ein sehr interessiertes Publikum. Schüler der Klasse 7a des städtischen Gymnasiums Bad Laasphe rundeten den Abend mit einer Bilderausstellung ab. Die 13- und 14-Jährigen zeigten, wie sie sich ihr Altern vorstellen, was sie befürchten, hoffen und wünschen.

Der Film zeigt, dass mit 50 viele Menschen noch rund 30 gute Jahre vor sich haben und die gestiegene Lebenserwartung vor allem mit Chancen verbunden ist. Doch was fängt der Mensch mit den gewonnenen Jahren an? Auf ihrer filmischen Reise durch Deutschland, Dänemark und die USA sind die Filmemacher auf viele Beispiele gestoßen, die untermauern, wie vielfältig ältere Menschen heute leben. Manche sind ehrenamtlich aktiv oder weiterhin in ihrem Job tätig, andere beginnen eine neue Ausbildung. Menschen ab 50 Jahren, darunter Wissenschaftler, Unternehmer, Ingenieure und Angestellte, erzählen im Film ihre Geschichten vom Arbeiten und Älterwerden. Sie appellieren, das Alter nicht als Mangel zu begreifen, sondern Kompetenzen und Erfahrungen weiterhin einzusetzen. Sich zu bewegen, immer noch Neues zu lernen und dadurch geistig fit zu bleiben, ist gut. Besser ist es jedoch, eine Aufgabe, eine sinnstiftende Tätigkeit zu haben und zu spüren: „Ich werde gebraucht.“

Andrea Schäfer-Bottenberg und Sebastian Schreiber vom integrierten Gesundheits- und Sozialmanagement (iGuS) organisierten den Abend. iGuS bietet Unternehmen eine Hotline für deren Mitarbeiter an, die sie bei beruflichen, sozialen oder gesundheitlichen Problemen wählen können. Ziel ist es, nachhaltige und gesundheitsfördernde Strukturen für Arbeitnehmer zu schaffen. Der Film greift laut Schreiber eine verbreitete „Schwarz-Weiß-Malerei“ im Blick auf die Lebensphase rund um den Renteneintritt auf: „Viele fürchten sich davor, aus dem Erwerbsleben auszuscheiden, weil sie ihre Aufgaben und Kontakte verlieren. Andere sehnen die Rente geradezu herbei, merken jedoch nach einiger Zeit, dass ihnen das abrupte Aufhören gar nicht gut tat. Beide Fälle führen zu einem negativen Blick auf das Älterwerden.“ Diesen Besorgnissen möchte Barbara Wackernagel-Jacobs entgegenwirken und mit dem Film dazu anregen, das Altern neu zu denken. Auch hofft sie auf Reaktionen von Politik, Arbeitgebern und Medien. „Gerade diese drei Bereiche sollten öfter zeigen, welche Chancen es für ältere Menschen gibt und welcher Gewinn für Unternehmen und unsere Gesellschaft aus den Erfahrungen und Fähigkeiten Älterer wachsen kann“, sagte sie in der Diskussionsrunde. Ihre klare Botschaft: „Jeder Mensch braucht Aufgaben und ein Leben lang einen Grund, morgens motiviert aufzustehen.“ Dabei gehe es nicht darum, weiterhin 40 Stunden in der Woche zu arbeiten, sondern darum, Sinnstiftendes zu tun und den Kontakt zur Welt zu halten. Dies kann auf unzählig verschiedene Weise geschehen. Besucherin Brigitte Schäfer bestätigte: „Seitdem ich Rentnerin bin, mache ich einen Minijob. Meine Erfahrung weiterhin einbringen zu dürfen, tut mir und der Einrichtung, in der ich arbeite, gut.“

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