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Mit Achtsamkeit gelassener werden

25.09.2017

Reiner Bäcker, EX-IN-Genesungsbegleiter (in Ausbildung), referierte im Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen vor rund 50 Besuchern und erklärte, wie Achtsamkeitsmeditation im Alltag Stress reduzieren kann.

Nicht an die Zukunft und Vergangenheit denken, sondern das Hier und Jetzt bewusst und wertefrei wahrnehmen – so funktioniert Achtsamkeitsmeditation. Dabei richtet sich das Bewusstsein auf den gegenwärtigen Moment. „Daraus kann sich eine Gelassenheit entwickeln, die sich positiv auf Körper und Seele auswirken kann“, erklärte Reiner Bäcker, EX-IN-Genesungsbegleiter (in Ausbildung), vor rund 50 Zuhörern beim Forum Gesundheit in der Cafeteria des Diakonie Klinikums Jung-Stilling in Siegen. Bäcker zeigte den Besuchern auf, wie Achtsamkeitsübungen in den Alltag integriert werden können.

Alltägliche Herausforderungen können ganz unterschiedlich sein. Dabei sind Menschen oft mit mehreren Dingen gleichzeitig beschäftigt, oft ohne dabei eine Sache bewusst wahr zu nehmen. Unter anderem sind Zeitdruck, Hektik und Leistungsanforderungen typische Stressfaktoren. „Wenn Menschen in einer langen Warteschlange an der Kasse stehen, regen sie sich oft auf und sie werden unruhig“, so Bäcker. Achtsamkeitsmeditation kann helfen, gelassener zu werden. Dabei wird die Aufmerksamkeit bewusst und ohne zu urteilen auf das gelenkt, was von Moment zu Moment wahrgenommen wird – sei es ein Geräusch, ein Gefühl oder ein Gedanke. Um dies zu trainieren, lud Bäcker zu einer ersten Übung ein. An jeden Gast verteilte der Referent Rosinen. Eine davon hielt jeder Besucher ans Licht, daraufhin drückten sie auf ihr herum. Sie legten die Rosine in den Mund ohne auf ihr zu kauen oder sie zu essen. Dann fühlten die Gäste mit der Zunge, wie sich die Trockenfrucht anfühlt. Beim Schlucken war die Aufgabe darauf zu achten, wie sich der Weg der Rosine in den Magen anfühlt – angefangen vom Mund über die Speiseröhre bis hin zum Magen. „Nun haben sie eine Achtsamkeitsübung gemacht“, so Bäcker. Bei einer nächsten Übung waren die Besucher drei Minuten lang still. Wer mochte, schloss dabei die Augen. Aufgabe war es, auf Geräusche zu achten. „Suchen Sie nach Übungen, die Ihnen gefallen“, riet Bäcker. Auch sind achtsames Sehen (einen Gegenstand mit seinen Details betrachten) oder bewusstes Atmen (den Atem im Körper spüren) Beispiele. Übungen wie diese können auch in die tägliche Mittagspause integriert werden.

 

Bäcker weiß, dass Stress nicht nur die Lebensqualität beeinträchtigen, sondern auch zu ernsthaften Erkrankungen führen kann. Er war selbst von Depressionen betroffen. „Achtsamkeitsübungen halfen mir dabei, die Krankheit besser in den Griff zu bekommen.“ Nun lässt sich Bäcker als Ex-In-Genesungsbegleiter ausbilden, um anderen psychisch erkrankten Menschen durch eigene Erfahrung beim Heilen zu helfen und sie auf dem Weg zu unterstützen, wieder einen Sinn im Leben zu sehen. Ex-In ist die Abkürzung für experienced-involvement, worunter das Einbeziehen von Expertenwissen aus Erfahrung zu verstehen ist.

 

Das Siegener Forum Gesundheit organisierte die Selbsthilfekontaktstelle der Diakonie in Südwestfalen. Auch eine Gehörlosen-Selbsthilfegruppe nahm teil, die mithilfe von zwei Gebärdensprachdolmetschern dem Vortrag folgen konnte ─ ein Projekt, das die AOK Nordwest fördert.

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