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Lungenkrankheiten: Experten klärten auf

13.12.2016

Chefarzt Dr. Rainer Grübener (rechts) und Oberarzt Dr. Axel Braun (3. von rechts) bei einem Infotag für die Asthma-COPD-Selbsthilfegruppe Siegen im Diakonie Klinikum Bethesda in Freudenberg.

Für Menschen mit Asthma oder chronischen Lungenkrankheiten kann schon die Treppe in die Wohnung zu steil sein, da sie beim Atmen mehr Energie verbrauchen als andere. Betroffene brauchen demnach tiefgehende Kenntnisse, um im Alltag besser zurecht zu kommen. Deshalb haben Chefarzt Dr. Rainer Grübener und der Leitende Oberarzt Axel Braun die Asthma-COPD-Selbsthilfegruppe Siegen im Diakonie Klinikum Bethesda in Freudenberg informiert. Bei Gesundheitsvorträgen, Lungenfunktionstests, einem Krankenhausrundgang und gemeinsamen Mittagessen sind 19 Mitglieder mit den Experten ins Gespräch gekommen. „Es ist uns ein Anliegen, diese Patienten über ihre Krankheiten aufzuklären und ihnen hilfreiche Tipps mit auf den Weg zu geben“, erklärte Grübener.

COPD (chronic obstructive pulmonary disease) ist eine chronische Lungenkrankheit, die mit entzündeten und dauerhaft verengten Atemwegen einhergeht. Sie entwickelt sich schleichend und schädigt die Atemwege nachhaltig. Asthma ist durch eine bronchiale Überempfindlichkeit charakterisiert. Atemnot und/oder Hustenattacken sind üblich. Rauchen ist der größte Risikofaktor der COPD. „Auch wenn sich die Symptome stark ähneln, sind die beiden Krankheiten nicht gleichzusetzen“, sagte Braun. Asthma beginnt plötzlich, oft nach einer Infektion der Atemwege oder durch Allergien und meist in jungen Jahren. COPD tritt üblicherweise nach dem 45. Lebensjahr auf.

Die beiden Krankheiten sind nicht heilbar, können jedoch gelindert werden. Wesentlich für die Therapien sind Medikamente. Damit soll unter anderem einer akuten Atemnot vorgebeugt werden. In fortgeschrittenen Krankheitsstadien ist häufig eine Sauerstoff-Therapie nötig. Manche brauchen tagsüber die „Extraportion“ an Sauerstoff, andere nachts, wieder andere während körperlicher Tätigkeiten. Dafür gibt es zum einen Sauerstoff-Konzentratoren, die stationär zu Hause genutzt werden können. Zum anderen können sich Patienten mit tragbaren Sauerstoffgeräten frei bewegen und auch das Haus verlassen. „Menschen mit COPD und Asthma sollten regelmäßig körperlich aktiv sein“, riet Braun. Es reiche schon, täglich 15 Minuten spazieren zu gehen.

Eine COPD kommt selten allein. Oft haben Betroffene mindestens eine weitere zu therapierende Krankheit. „Dies hängt damit zusammen, dass der gesamte Energiehaushalt des Körpers geschwächt ist“, so der Oberarzt. So kann COPD unter anderem mit Herz-Kreislauf-Krankheiten zusammenhängen. Außerdem bestehe ein erhöhtes Risiko an einer Lungenentzündung zu erkranken. „Meist beginnt die Krankheit mit hohem Fieber, Husten und Atemnot“, sagte Grübener. Behandelt wird mit Antibiotika. „Dabei ist es besonders wichtig, dass die Medikamente wie verordnet eingenommen und nicht selbstständig abgesetzt werden“, so der Chefarzt. Da Vorbeugen immer besser ist als Heilen, sollten sich Menschen ab 60 Jahren und chronisch Kranke gegen Grippe (Influenza) und gegebenenfalls gegen Lungenentzündung impfen lassen.

Bei einem Krankenhausrundgang informierten Grübener und Braun die Besucher über die sechs Fachbereiche Innere Medizin, Unfall- und orthopädische Chirurgie, Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Dermatologie, Anästhesie sowie die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Außerdem lernte die Gruppe das Lungenfunktionslabor, den Endoskopie-, Ultraschall- und Schlaflaborraum kennen. Im Anschluss maß Arzthelferin Claudia Rosenbauer die Lungenfunktion der Besucher mit der sogenannten Bodyplethysmographie.

Die Asthma-COPD-Selbsthilfegruppe Siegen besteht seit 16 Jahren, zählt rund 70 Mitglieder und hat sich im Siegerland fest etabliert. „Wir treffen uns an jedem letzten Montag im Monat zum Erfahrungsaustausch, zu Physiotherapien oder zu geselligen Zusammenkünften im Haus Herbstzeitlos in Siegen“, sagte Gruppensprecher Heinz Grübener. Auch gemeinsame Ausflüge stehen fest auf dem Jahresplan der Mitglieder.

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