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Krankenhaus-Anbau aus 26 Modulen

07.04.2017

Der dreigeschossige Anbau am Diakonie Klinikum in Siegen geht in eine entscheidende Phase. Derzeit hievt ein 500-Tonnen-Kran nach und nach 26 bis zu 30 Tonnen schwere Raummodule passgenau zwischen Krankenhaus-Nordseite und Verwaltungsgebäude auf ein von Betonstützen getragenes Fundament. Insgesamt beträgt die neu geschaffene Fläche rund 1100 Quadratmeter. In den beiden unteren Etagen entstehen Funktionsbereiche für Ärzte aus Urologie, Radiologie und Chirurgie. Das Herzstück bildet der darüber liegende Hybrid-Operationssaal mit modernster bildgebender Technik. Ein weiterer OP-Saal sowie die Technikzentrale runden den Anbau ab. Das Klinikum kalkuliert Kosten von sieben Millionen Euro. Im Juli sollen Innenausbau nebst Einrichtungen fertiggestellt und die Räume bezogen werden. Die ersten Operationen im neuen OP finden ab August satt. Die Gebäudemodule stammen von der Firma ALHO Systembau aus Morsbach.

Der "Super-OP" ist weit über die Region hinaus einzigartig. „Damit erreichen wir höchstes  universitäres Niveau“, betont Professor Dr. Veit Braun, Medizinischer Direktor am Diakonie Klinikum. Dieser neue OP  Saal, so Braun,  beinhaltet eine Roboter-gesteuerte Radiographieanlage, mit der sowohl eine hochauflösende intraoperative  Blutgefäßdarstellung als auch eine intraoperative 3D-Darstellung, beispielsweise des Gehirns oder der Wirbelsäule, möglich sind. Daher kann dieser OP sowohl von der Gefäß- als auch von der Unfall- und Neurochirurgie genutzt werden. Durch die hohe Auflösung können nun technisch sonst nicht mögliche Eingriffe an allen Blutgefäßen im Körper mit nicht gekannter Präzision durchgeführt werden, sei es am Gehirn, Herz oder den großen Körperschlagadern. In Kombination mit der Navigation sind während einer Gehirnoperation intraoperative CT-Kontrollen und eine computergestützte weitere OP-Planung möglich. Komplexe Wirbelsäulenoperationen bei Verletzungen oder Tumoren können zunächst am Computer simuliert und dann mit höchster Sicherheit am Patienten durchgeführt werden.

„Mit dem Anbau samt Hybrid-OP setzen wir neue Maßstäbe“, unterstreicht Klinikum-Geschäftsführer Hubert Becher. Insbesondere unsere Fachabteilungen Gefäßchirurgie, Traumatologie und Neurochirurgie sind in ihrem Leistungsspektrum prädestiniert für den Einsatz der Hybrid-Technik. Becher: „Bei oft schwer kranken Menschen mit vielen Begleiterkrankungen können komplexe Eingriffe schonend, schnell und sicher durch minimalinvasive Technik durchgeführt werden. Da bleiben wir uns im Stilling treu“, sagt Becher: „Denn in erster Linie geht es uns um die verbesserte Versorgung von Patienten.“
     

Was ist ein Hybrid-OP?
Ein Hybrid-OP hat nichts mit der vom Auto bekannten Mischung aus zwei Energieversorgungssystemen zu tun. Vielmehr kommt hier eine hochmoderne Radiographieeinheit mit der Möglichkeit sowohl zur hochauflösenden digitalen Gefäßdarstellung als auch zur 3D-Darstellung beispielsweise von Gehirn und Wirbelsäule zum Einsatz. Dieses Gerät ist auf einem Industrierobotor zur millimetergenauen Positionierung per Joystick montiert. Der neue Super-OP im „Stilling“ führt auf 80 Quadratmeter neueste High Tech, fasst bis zu zwölf fachübergreifende Spezialisten in einem Saal zusammen und macht so  Hochrisiko-Eingriffe von Gefäß-, Unfall- und Neurochirurgen nicht nur überhaupt erst möglich, sondern deutlich sicherer und minimal invasiver.

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