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Dreitägige Moselfreizeit für wohnungslose Menschen

17.10.2017

Für viele Menschen gehören Urlaubsreisen, die spontane Städtereise oder der Wochenendtrip selbstverständlich zum Leben dazu. Darüber wird oft vergessen, dass es auch viele Menschen gibt, die von dieser Urlaubsgesellschaft ausgeschlossen sind. Menschen ohne festen Wohnsitz beispielsweise. Menschen wie Markus (20). Er war noch nie in seinem Leben im Urlaub. Für ihn war die von der Wohnungslosenhilfe der Diakonie in Südwestfalen organisierte Moselfreizeit ein unvergessliches Erlebnis.

Organisiert und begleitet wurde die dreitägige Kurzreise von den Sozialpädagoginnen Stefanie Schneider und Christin Noack. Die insgesamt achtköpfige Reisegruppe übernachtete in der Jugendherberge Cochem und unternahm von dort aus verschiedene Ausflüge. Immer dabei: der Göffel - eine Mischung aus Messer, Gabel und Löffel, der bei der Gruppe für viele Scherze sorgte und sich zu einem Running-Gag entwickelte. Neben einem Ausflug ans Deutsche Eck standen auch eine anspruchsvolle Tageswanderung am Calmont-Klettersteig und eine Kanutour auf der Mosel auf dem Programm. „Früher haben wir so etwas öfter gemacht“, erinnert sich Stefanie Schneider. „Das Problem ist die Finanzierung. Ohne Spenden ist so was gar nicht möglich.“ Die Moselfreizeit konnte komplett über Spenden finanziert werden - ein Drittel über die Spendenaktion Herzenswünsche der Sparkasse Siegen, der Rest dank einer großzügigen Spende der Theis Unternehmensberatung GmbH.

Gerade freizeitpädagogische Aktionen wie dieser Kurztrip sind ungemein wichtig für Menschen mit derart vielfältigen Problemen. Hier können sie fernab des oft belastenden Alltags zur Ruhe kommen und sich neu ausrichten. „In diesen wenigen Tagen erreichen wir manchmal mehr als in einem ganzen Jahr“, so Stefanie Schneider. Freizeitteilnehmer Markus gerät ins Schwärmen: „Das war für mich etwas ganz Besonderes! Es ist einfach unbezahlbar, wenn man so etwas mal miterleben darf. Das hat mir richtig viel Kraft gegeben.“ Die Organisatoren der Sozialen Dienste der Diakonie ziehen ein positives Fazit und hoffen, dass künftig solche kleinen Auszeiten vielleicht wieder häufiger über Spenden finanziert werden können.

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