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Den letzten Lebensweg ermutigend begleiten

23.11.2017

Silvia Teuwsen, Koordinatorin des Ambulanten Ev. Hospizdienstes Siegerland, sowie ehrenamtliche Hospizbegleiter sind in einem feierlichen Gottesdienst in der Christuskirche in Siegen von Superintendent Peter-Thomas Stuberg in ihren Dienst eingeführt worden.

Die Koordinatorin und Leiterin des Ambulanten Ev. Hospizdienstes Siegerland Silvia Teuwsen sowie ehrenamtliche Hospizbegleiter sind von Superintendent Peter-Thomas Stuberg im Gemeindezentrum Christuskirche in ihren Dienst eingeführt geworden. Silvia Teuwsen: „Sie sind als Ehrenamtliche gemeinsam auf dem Weg, sterbenden Menschen Unterstützung zu geben, da zu sein, Zeit zu haben, ein offenes Ohr, eine helfende Hand, ein Gebet, ein Lied. Ich wünsche Ihnen die Kraft, Menschen auf ihrem letzten Weg ermutigend zu begleiten.“

Vor etwa anderthalb Jahren warb das Diakonische Werk im Ev. Kirchenkreis Siegen um ehrenamtlich Mitarbeitende, um sie für den anspruchsvollen Dienst der Hospizbegleitung auszubilden. Der neue Arbeitszweig Ambulanter Ev. Hospizdienst Siegerland sollte aufgebaut werden. Als Koordinatorin und Leiterin der Arbeit wurde Silvia Teuwsen eingestellt. Die studierte Theologin hat zahlreiche Zusatzausbildungen. Sie ist Hospizbegleiterin und Logotherapeutin in der sinnorientierten Psychotherapie. Zudem absolvierte sie ein Masterstudium in „Diakonie Management“. In der Ev. Kirche Bremen sammelte sie Erfahrungen in der Seelsorge-Koordinierung einer Ambulanten Palliativversorgung. Insgesamt 30 Frauen und Männer meldeten sich und erwarben in den vergangenen neun Monaten die theoretischen Kenntnisse für die Hospizbegleitung. Der bundesweit anerkannte Kurs dauert neun Monate und umfasst 100 Ausbildungsstunden sowie ein Praktikum. Die angehenden Hospizbegleitenden lernten, wie sie Schwerstkranke und Sterbende kompetent und einfühlsam auf ihrem letzten Lebensweg begleiten und auch die Angehörigen in den Blick nehmen.

In seiner Predigt machte Superintendent Peter-Thomas Stuberg am Beispiel des Propheten Elia den Hospizbegleitenden Mut, sich selbst nicht zu überfordern, damit es nicht so weit kommt, dass sie zu sich oder aber laut sagen „Mir reicht's!“. Stuberg: „Sie sollten den Mut haben, sich im Hospizdienst auch zurückzuziehen und zu erholen. Sie begleiten einen Menschen und seine Angehörigen auf dem letzten Lebensweg. Das ist nicht leicht.“ Bei ihrer heilsamen Selbstbegrenzung dürfen die Hospizbegleitenden wissen, dass Gott sie liebevoll im Blick behält. Sie gehen diesen Weg mit den Todkranken und Sterbenden nicht allein und müssen an der Grenze des Lebens Gott nicht rechtfertigen. Stuberg: „ Aber sie dürfen mit allen Betroffenen vor und unter Gott stehen.“ Gemeinsam mit Silvia Teuwsen führte Pfarrer Armin Neuser-Moos, Seelsorger für die Palliativstation im Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen und das Ev. Hospiz Siegerland, die ehrenamtlichen Hospizbegleiter durch Handauflegen und Gebet ebenfalls in ihren Dienst ein. Bereits seit Juli sind die Ehrenamtlichen Teil des Ambulanten Ev. Hospizdienstes Siegerland und haben erste Erfahrungen in Begleitungen gemacht: Bei Menschen zu Hause, im Altenpflegeheim, im Wohnheim für Menschen mit Behinderung, auf der Palliativstation oder im stationären Hospiz. In ihrem Dienst sind die Ehrenamtlichen nicht alleine. „Stärkung ist nötig auf dem Weg, den sie vor sich haben. Diese sollen sie erfahren durch die Praxisbegleitung, für die ich ihnen als Koordinatorin zur Seite stehe“, so Teuwsen. Hinzu kommen weitere Fortbildungen sowie die Supervision, die der Hospizseelsorger Pfarrer Armin Neuser-Moos leistet.

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