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Rettungsdienst und Klinik: Im Notfall ein starkes Team

20.11.2017

Um schwer verletzte oder kranke Menschen so schnell und gut wie möglich zu versorgen, ist vor allem Teamarbeit wichtig. Nicht nur am Einsatzort oder in der Notaufnahme, sondern auch an der Schnittstelle von Rettungs- und Krankenhausteam. 120 Ärzte und Rettungssanitäter informierten sich beim 1. Symposium Rettungsdienst im Diakonie Klinikum Jung-Stilling in Siegen, wie das Zusammenspiel im Notfall optimal aussehen sollte.

„Nur durch optimale Zusammenarbeit und im gegenseitigen Dialog können wir das Beste für unsere Notfallpatienten tun“, sagte Initiator und Moderator Dr. Michael Pausch, Leitender Oberarzt in der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie. Denn das Diakonie Klinikum Jung-Stilling ist Überregionales Traumazentrum, also auf lebensgefährlich verletzte Patienten spezialisiert. Dreiviertel der Patienten haben ein Schädelhirntrauma, die Hälfte Verletzungen im Bereich des Brustkorbs, 40 Prozent sind an mehr als einer Körperregion verletzt. „Dann ist wichtig, dass alles schnell geht“, sagte Professor Dr. Antonio Krüger, Chefarzt der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie. „Dabei hilft, dass wir ein tolles Team sind, an einem Strang ziehen und alle ihr Bestes für die Patienten geben.“

Dr. Jörn Worbes, Leiter der Zentralen Notaufnahme, veranschaulichte, was in der Klinik passiert, wenn der Rettungsdienst einen schwerverletzten Patienten ankündigt. Schließlich steht oft ein mehr als zehnköpfiges Team bereit, wenn der Rettungswagen eintrifft und der Operationssaal ist schon vorbereitet.  Professor Dr. Veit Braun, Chefarzt der Neurochirurgie, erklärte, was bei der Erstversorgung von Kopfverletzungen zu beachten ist.

„Manchmal sieht es schlimm aus, ist aber harmlos. Ein anderes Mal ist es umgekehrt“, erklärte er und riet, sich nie von Äußerlichkeiten beeinflussen zu lassen. Über gefäßmedizinische Notfälle informierte Dr. Ahmed Koshty, Chefarzt der Gefäßchirurgie. Er stellte Aneurysmen der Bauchaorta, also Aussackungen der Bauchschlagader in den Mittelpunkt. „Platzt das Aneurysma, darf der Patient auf keinen Fall für den Transport narkotisiert werden“, betonte der Arzt. Denn dann lasse die Spannung der Bauchdecke nach und die innere Blutung werde stärker. Die Narkose können wir erst einleiten, wenn der Chirurg bereits mit dem Skalpell bereit steht.“ Professor Dr. Dursun Gündüz, Sektionsleiter der Kardiologie, ging auf Patienten mit Brustschmerzen (Chest Pain) ein und erklärte, welche diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten verfügbar sind.

Die Teilnehmer betonten, wie wichtig die unkomplizierte und standardisierte Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Berufsgruppen als Schlüssel zum Erfolg ist. „Im Jung-Stilling-Krankenhaus steht ein hochmotiviertes Team zur Behandlung aller Notfallpatienten bereit“, ergänzte Krüger. Weil die Veranstaltung so erfolgreich war, plant Pausch bereits eine Fortsetzung im nächsten Jahr.

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